Freitag, 30. September 2011

gedanken wirrwarr

aus sehnsucht wird sucht.


ich versuche mich zwanghaft an etwas zu halten, das mir ein lächeln ins gesicht treibt, das mich vergessen lässt, das mich entfliehen lässt aus diesem käfig, der sich gesellschaft, familie, freunde, leistungsdruck, perfektion, normalität, leben, nennt.
die hemmungen lassen nach, die ängste fallen ab, wie schatten, bei aufgang der sonne. es ist ein teufelskreis, der nie enden will, nie enden wird, wenn ich nicht selbst die intiative ergreife. doch für was? für all diese negativen konsequenzen, die mich erwarten?
wer oder was verstärkt mich dann positiv oder negativ, wenn nicht die drogen? sie sind meine persönliche belohnung geworden, mein tröster, mein inhalt.
aus inhalt, wird halt.
was bleibt übrig von meiner fassade, von meiner persönlichkeit, wenn ich die bulimie bekämpfe, ziehen lasse, an ferne, unbekannte orte?
wie kann ich etwas loslassen, von dem ich glaube, dass es mich am leben erhält?



ich weiß nicht, wie es weiter gehen wird, soll, muss. ich habe doch keine ahnung.

Mittwoch, 28. September 2011

emotion: OFF.

es ist so leicht, so unkompliziert, als wäre eine dicke watteschicht um meine gedanken gelegt, so, als dränge kein einziges wort in mein bewusstsein. weggesperrt. verschlossen hinter fiktiven banden. vergraben und vergessen. für den moment, die stunde, den tag.
die welt wird bunter mit jedem zug, die farben werden heller, satter.


ich habe nichts großartiges zu sagen. die einzigen stunden am tag, in denen ich nicht unter drogeneinfluss stehe, sind etwa die ersten 5, morgens. dann bin ich in der schule, stelle jemanden dar, der ich nicht bin. aber wer ich bin weiß ich eigentlich gar nicht. wenn ich es einmal wusste, dann habe ich es bis hierher schon wieder vergessen, habe mich verloren. aber es ist so einfach, wegzulaufen, zu flüchten, solange man der gesellschaft und sich selbst nicht ernsthaft und nachhaltig schadet. aber schade ich mir selbst wirklich nicht? ich kann es nicht glauben und trotzdem hole ich mir vor dem nachmittagsunterricht meine dröhnung ab. wir verbringen unsere zeit noch nicht einmal mehr zusammen nach dem rauchen. im unterricht sind mir meistens getrennt, aber breit ist eigentlich immer eine von uns.
wirklich, ich rauche ungefähr doppelt so viel, wie in den ferien.
aber wieso nicht, wenn alles funktioniert?

heute ist übrigens der erste tag, an dem ich annähernd erfolgreich war beim essen. salat und ein brötchen. trotz kiffen, kein fresskick und kein erbrechen. ich weiß nicht, wann ich das das letzte mal geschafft habe!
ich versuche wieder öfter zu bloggen, habe auch eigentlich noch einiges zu sagen, aber ich muss noch hausaufgaben für den englisch lk machen und dringend schlafen.
macht's gut.



haare übrigens wieder frisch braun gefärbt.

Donnerstag, 22. September 2011

"Deine Schwester ist ja jetzt fast so dünn wie du."

danke...

something's wrong

ich war so dünn, wie sie, so schön, wie sie, so zerbrechlich wie sie. ich habe mein innersten nach außen getragen. sie haben sich keine großen sorgen um mich gemacht, nein, das mussten sie auch nicht, denn ich war dünn, doch nicht zu dünn. ich hatte einen guten platz gefunden, eine gute figur. verbesserungswürdig? ja, aber zumindestens schon mal eher das, was ich anstrebe, was ich will, was ich mir erhoffe. und doch nicht erreiche.
nicht jetzt, nicht so. ich bin wochenlang von meinem tiefsgewicht entfernt, habe fett aufgebaut, viel fett.

zur erinnerung. 54,6kilo, bmi 18,03

ich will nicht essen, aber ich bin übertrieben breit und meine mutter wird heute 50. das heißt kaffee und kuchen und abends schick essen gehen. scheiße. ich will nicht essen, aber ich muss. ich muss. ich muss.
ach, happy birthday, mama.
ich wünsche dir einen tollen tag, aller beste mami.
haha, scheint, als ob ich's selbst glauben würde.


 sie sitzt neben mir. den ausdruck ihrer augen kann ich nicht deuten, denn er ist fast nicht vorhanden. so stumpf, so leer. so kenne ich sie nicht. ich senke meinen blick auf die mathe aufgaben auf meinem tisch ohne einen einzigen satz, eine einzige aufgabe auch nur erkennen zu können. sie gefällt mir so nicht. ich drehe meinen kopf nach rechts. sie liegt auf ihrem heft. was ist aus ihr geworden? die haare nicht gemacht, chillige kleidung, unreine haut. sie sieht immer noch gut aus, keine frage. sie ist hübsch. vor allem ihre augen sind beneidenswert. so schön groß, so schön grün, so schön persisch. sie ist schön, ja. aber so kenne ich sie nicht und ein paar sekunden lang kann ich nicht wegsehen. ihre augen strahlen so wenig und gerade deswegen so unglaublich viel aus. sie hebt ihren kopf, wischt sich eine träne aus dem augenwinkel. sieht mich bloß an. still. dann macht sie weiter, versucht dem unterricht zu folgen. 

natürlich will sie es erklären. übermüdung nennt sie es. und sie hat recht, übermüdung ist ein grund für ihre gefühle, denn anstatt zu schlafen, raucht sie sich lieber noch 2-3 joints mit ihrem freund.
es ist nicht bloß das kiffen, es ist unser lebensstil.
eigentlich habe ich angst. riesige angst, aus diesem kreislauf, wenn es nötig ist, nicht mehr aussteigen zu können. nicht, weil ich so stark psychisch und physisch davon abhängig bin, sondern mein ganzer tagesablauf ist auf kiffen ausgerichtet. jede erdenkliche freistunde wird genutzt, um zu rauchen. jeden tag fahre ich 50km hin und her, nur, um breit sein zu können. ich habe nichts anderes mehr zu tun. ich gebe keine nachhilfe mehr, gehe nicht mehr reiten, mache keinen anderen sport mehr, gehe nicht mehr arbeiten. das einzige, was ich wirklich mache ist, zur schule gehen, kiffen, fressen, kotzen, auto fahren und im breiten zustand die hausaufgaben für den nächsten tag erledigen.
krass, krass, krass.
so detailiert habe ich mir das selbst noch nicht vor augen geführt.
das ist schon hart.

Dienstag, 20. September 2011

also irgendwie ist das ein bisschen seltsam mit dem bloggen.
ich habe gerade die wahl, zwischen breit einen fresskick schieben und fernsehen, oder posten und ich entscheide mich ohne zu überlegen für ersteres.
mein blog gibt mir gerade keinen halt, denn ich bin aus dieser irrealen welt ausgebrochen und in eine neue hinein gerutscht. drogen zeigen mir einen anderen lebensstil auf. sie machen alles so viel leichter, vor allem auch den geldbeutel. ich werde bald wirklich große probleme bekommen mit der finanzierung und muss mir schnellstmöglich etwas überlegen.

hängen geblieben. tut mir leid.
schlaft gut.

Montag, 19. September 2011

nonsense

ja was soll ich sagen. ich rede wie ein asi, sehe aus, wie ein asi, benehme mich wie ein asi. ich bin einfach vollkommen auf meinem alten lebensstil hängen geblieben. irgendwo im sumpf der emotionen stecken geblieben und gesunken.
ich kiuffe, wann ich nur kann und so viel ich nur kann. in freistunden, nach der schule, abends, vorm schlafen gehen, nachts, wenn ich eigentlich schlafen sollte. im grunde genommen bin ich dauer breit. benebelt. nicht zurechnungsfähig. und ich merke es mehr, als mir lieb ist. ich fresse und kotze. sobald ich nach hause komme, geht die große aktion los. jeden tag das gleiche. jedes mal die gleichen versteckten motive. jedes mal der gleiche fresskick. jedes mal eine viel zu große menge flüssigkeit in zu kurzer zeit. jedes mal der geruch von erbrochenem, den ich noch stundenlang an mir selbnst wiederfinde.
ich bin nicht dünn. ich nehme nicht ab. aber ich glaube, ich war noch nie so essgestört, wie in letzter zeit. ich brauche nicht einmal mehr einen auslöser. allein schon das wissen, dass essen im haus ist, genügt, um die kontrolle vollends zu verlieren. dann kenne ich kein ende mehr, kann nicht warten, kann nicht denken.

Mittwoch, 14. September 2011

zeitgefühl

ihre blicke.
"die ist aber dünn geworden! sieht echt gut aus!"
"vor dem urlaub war sie sogar noch dünner!"
"echt? ja, krass."
danke, ich weiß, dass ich zugenommen habe!


sie erzählt es mir und es gibt mir ein hochgefühl, denn sie war immer dünner, sie war meine beste freundin früher. während ich fett und hässlich war, war sie schön und dünn. von allen jungs geliebt. aber sie hat es nicht gestört, dass ich war, wie ich war. denn sie war meine beste freundin. und heute begrüßen wir uns höchstens mit einem kurzen "hi".
die zeit läuft immer weiter. wir können nach ihr suchen, aber werden sie niemals finden, denn im grunde genommen gibt es sie gar nicht. zeit ist ein von menschen erschaffener faktor, der das leben auf der erde in einen rythmus bringt. was wären wir ohne zeit? ohne stresss? ohne druck? viel mehr oder viel weniger? wäre der druck, den wir uns selbst machen, geringer oder um einiges höher? ich weiß es nicht. ich kann die frage nicht beantworten. aber zeit kann wunden heilen und zeit kann feuer erneut entfachen.



mein tag sieht immer gleich aus. aufstehen, schule, einen rauchen, hausaufgaben machen, essen, einen rauchen, nach hause fahren, essen, kotzen, essen kotzen, essen kotzen, schlafen.
mein hals tut so weh. so sehr. niemals hatte ich solche schmerzen vom erbrechen.
ich glaube, ich sollte mir einen neuen therapeuten suchen, denn ohne, funtioniert es irgendwie nicht sehr gut...
die zeit rast vor mir davon. ich weiß nicht, wo ich zurückgeblieben bin. aber ich muss mich finden. schnellstmöglich..

Montag, 12. September 2011

don't give up

meine lunge brennt. seitenstiche machen sich bemerkbar, aber ich schwitze nicht, mir wird angenehm warm, ja, aber im vergleich zu einigen, denen der schweiß vom gesicht tropft, sehe ich noch erstaunlich gut aus. ich kämpfe, halte durch und beende das ausdauertraining, von 25min erfolgreich, nachdem ich jahrelang keinen sport mehr gemacht habe. kalorien verbrennen, bevor ich überhaupt welche zu mir genommen habe. wir sind auf dem richtigen weg!


solange wir die schule schaffen, können wir ruhig weiter kiffen, weiter fressen, weiter kotzen.
also sitzen wir im auto und bauen uns eine ordentliche tüte von dem frischen haze, was wir eben gecheckt haben und bereiten uns mental auf unsere LK's vor. englisch. kurzvortrag. mein kopf ist leer, puffert. ich kann nicht mehr gerade laufen. aber die welt ist so schön, leben ist so leicht. der hass ist vergessen, die schuld auch.
und doch wissen wir, dass wir dem wellengang auf hoher see nur schwer standhalten können.

mal wieder erbochen, so, wie jeden anderen tag auch. was soll's. auch egal. ich bin müde. und breit. also. schlaft gut.

Sonntag, 11. September 2011

hätte ich genug tabletten, würde ich sie jetzt auf der stelle schlucken.

Freitag, 9. September 2011

wir haben wochenende, also darf ich tun und lassen, was ich will.
diverse drogen. minimal, techno, house musik. shuffeln.
und ich fettes stück mittendrin.
schön. oder auch nicht.

das gefühl, wenn deine beine sich nicht mehr treffen, egal, was du tust. ♥
anscheinend bin ich wieder voll dabei...

zeit


ich bin so müde, bekomme so schlecht luft. höre mein herz in meinem kopf pochen, bei jedem schritt. am schlimmsten ist es, beim treppensteigen. aber ich darf mir nicht anmerken lassen, was es mit meinem körper macht, was ich mit meinem körper mache. was ich ihm antue. was ich mir selbst zumute. nicht jetzt. noch nicht. dafür ist die zeit noch nicht gekommen, also werde ich weiter schweigen und die worte in meinem kopf behalten, sie verstecken, die hilferufe überhören und der essstörung alle macht geben.
ich werde gerettet werden. irgendwann, irgendwie. ich weiß es, denn es war bisher immer so. irgendjemand ist mir immer zur hilfe geeilt, auch in solchen momenten, in denen ich es nicht wollte, in denen ich alles darum gegeben hätte, in ruhe gelassen zu werden.
zu sterben.


ich bin nicht traurig. nicht die ganze zeit über. es sticht bloß in meinem bauch. in meinem herzen. in meinem kopf. es erinnert mich daran, was war, was ich erlebt habe, was ich gesehen und getan habe. es erinnert mich an alle begangenen fehler, an alle misserfolge, alle verluste und alle enttäuschungen. die depressionen sind schwächer geworden, viel schwächer. aber sie sind da. permanent. momentan halten sie sich im hintergrund auf, bereiten sich auf ihren großen auftritt vor, trainieren, damit sie im richtigen augenblick bereit sind, zuzuschlagen.
es ist ein auf und ab. eine achterbahn. wie bergsteigen. hoch und runter. wenn ich hoch steige, mich anstrenge, kämpfe, werde ich belohnt für mein handeln. doch der abstieg lohnt sich nicht mehr, denn ich komme bloß an meinem ausgangspunkt an und fühle mich, als hätte ich mich keinen schritt von der stelle bewegt.

wie oft muss ich mich noch anstrengen, bis ich endlich das erreicht habe, was ich will?
wie lange muss ich noch stark sein und kämpfen?
...und wie lange werde ich dem steigenden druck standhalten können...?

56,6.

Donnerstag, 8. September 2011

080911

es ist mein erster, drogenfreier tag und ich reagiere schon heftiger, als ich erwartet hatte. ich will einen rauchen! jetzt. sofort. die andere alternative ist essen und das geht gar nicht. aber wenn essen nicht geht, geht rauchen auch nicht.
rauchen -> essen -> FA -> kotzen -> zunehmen -> fetter werden
und ich habe wahrlich schon genug probleme, dem fress- und kotzdruck nicht nachzugeben, ohne breit zu sein. aber ich habe es mir fest geschworen. es wird alles besser werden in diesem schuljahr. es muss einfach. ich muss durchhalten. aber von unendlich kalorien, auf knapp 100 in 24 stunden ist wahrscheinlich auch nicht das wahre...

übrigens wiederhole ich die stufe ja jetzt und eigentlich ist es gar nicht so furchtbar, wie ich dachte. ich bin weitaus stabiler, als noch vor einem jahr. ich habe den willen, im unterricht mitzuarbeiten, mich anzustrengen, hausaufgaben zu machen, aus der menge herauszustechen. was nicht gerade einfach ist, bei 250 schülern...  
noch.
die stimmen in meinem kopf schenken mir keine ruhe. sie pushen mich und manchmal, da ziehen sie mich runter, bis auf den boden. da ist alle hoffnung verschwunden, alle disziplin scheinbar von einer sekunde auf die nächste verflogen.
ich weiß nicht, wie es weiter geht, aber ich kann sehen, dass ich gewachsen bin, reifer bin, erwachsener bin. manchmal lese ich eure blogs und denke mir nur: 'scheiße, was geht in deren köpfen vor?' und dann begreife ich, dass ich vor kurzer zeit nicht anders war, dass es meine alten gedanken sind, die dort verfasst wurden. und ab und an, bemerke ich, dass es mir nicht gut tut, hier zu sein, dass es mich in die falsche richtung zieht. abwärts mit vollgas.



ich möchte mir gerne sagen, dass es nicht schlimm ist, zu essen und danach nicht zu erbrechen. dass es nicht schlimm ist, wenn die size zero jeans nicht mehr passt. dass es nicht schlimm ist, normal zu sein.
wofür soll ich abnehmen, wenn ich mich in 6 lagen hüllen muss, um nicht erbärmlich zu frieren bei 12°C?


...doch dann sehe ich in den spiegel und erschrecke jedes mal aufs neue, versuche jedes mal, mein gegenüber hinzunehmen, aber es geht einfach nicht. es funktioniert nicht und das macht mich unendlich hilflos. es ist egal, ob ich einen bmi von 13 oder von 30 habe. ich kann nicht mehr vernünftig essen. ich würde es gerne können. ich würde es gerne wieder lernen. aber ich will nicht zunehmen. ich will abnehmen, dünn sein, leicht sein, frei sein. schweben. wie auf wolken gehen. ich will diese schmerzen haben, denn eigentlich fühle ich rein gar nichts mehr.
ich will gerade elendig anfangen zu weinen, bei ihrem lied, das in dauerschelife läuft. ich will mich in mein bett legen und gehalten werden. umarmt werden. geküsst werden.
geliebt werden. aber das habe ich nicht verdient, solange ich so ekelhaft bin, solange so viel fett meinen körper bedeckt.
nein. niemals.

57,7kilo.

Montag, 5. September 2011

eigentlich will ich gerne einen richtigen post schreiben, aber mir fehlt die zeit. ich war noch nicht mal duschen, aber egal. schnell ein bisschen gemüse runter schlingen und dann direkt weiter, den letzten abend meines lebens ausnutzen, bevor die schule wieder anfängt.

ich hoffe nur, es überfordert mich nicht wieder alles, so wie letztes mal. denn es ist meine letzte chance, ansonsten

GAME OVER.

nicht auf der waage gewesen seit tagen, aber egal. hier ist die ekelhafte, hässliche wahrheit.

ach und afrojack ist übrigens ein gott!

Sonntag, 4. September 2011

veränderung

die drogen verändern mich richtig heftig.
ich muss so schnell wie möglich aus dieser stadt raus. gestern waren wir feiern, wieder eine minimal/techno party, aber die musik war nicht gut und die meisten standen sowieso draußen.  es gab ungefähr 5 schlägereien und jedes mal kam die polizei. wir sind nur noch gelaufen, mit den 9gramm in der tasche, haben die ware versteckt und uns auf eine bank gesetzt. die polizisten sind bloß lachend an uns vorbei gelaufen. menschenkenntnis? negativ.



"du hast dich echt gemacht, im vergleich zu früher. also so vor einem jahr oder so. echt richtig krass. ist ein kompliment, aber kannst du auffassen, wie du willst."
"ja krass"
"ich habe einen abischnitt von 3,6. und weißt du warum? in der 13 hatte ich in jedem fach 10/11 punkte, ich habe jeden tag eine stunde gelernt. aber in der 12 habe ich nur gechillt. ich hatte 256 fehlstunden und überall nur 4/5 punkte. ich kann dir nur eins sagen: das war der größte fehler in meinem leben. hau auf jeden fall rein, mach deine schule und streng dich an. ihr seid doch nicht doof! ihr seid schlaue mädchen. früher hätte ich auch nicht so geredet. ich wäre der erste gewesen, der sich mit geschlagen hätte draußen. aber so bin ich nicht mehr."
...und früher war er einer der größten dealer hier.





menschen, die ich jahrelang kenne, haben mich nicht einmal beachtet, sind mit erhobener nase an mir vorbei gegangen und haben vorgegeben, mich nicht zu kennen. was genau ist aus mir geworden? ich werde in einem halben jahr 19!
ich bin selten so oft von alten "freunden" beleidigt, angemacht oder bewundert worden, wie gestern nacht. und ich kann es mir nicht anders erklären, als dass diese menschen eifersüchtig sind, auf die person, die aus mir geworden ist. ich bin gestern durch die disko gegangen mit einem ganz anderen lebensgefühl. es war mir egal, wer mich angeguckt hat und wer nicht, alles was gezählt hat war, dass ICH in genau diesem augenblick dort war. der beat ist in meinen körper übergegangen, hat das blut durch meine adern gepumpt mit einer intensität, die ich nicht kannte. shuffeln, raven, seinen eigenen film schieben, mit weißen schuhe unter schwarzlicht, während alle anderen an der wand standen, auf den dreckigen sofas saßen und gechillt haben. ich habe mich bewegt zu dem beat und er hat mein herz erfasst. alle haben mich angeguckt. alle. jedes paar augen. und wisst ihr was? es war eines der besten dinge, die ich je getan habe!


mittlerweile erkenne ich sie alle auf einen blick. ein einziger augenaufschlag genügt, und ich weiß, ob sie an mädchen interessiert ist oder nicht. und ich bin beachtet worden. zum ersten mal, bin ich von mädchen wahr genommen worden, als jemand, der interesse erweckt.
"freundinnen" haben wir keine mehr. wir kommen zu arrogant, zu selbstbewusst, zu abgespaced rüber.
"ey, noch so eine kifferbraut."
ja, das sind wir und nichts anderes. aber ich fühle mich so gut dabei. es geht mir wirklich gut!
nur werde ich mich in meiner stadt nicht mehr zeigen. viel zu viele köpfe, viel zu viel gerede. ich glaube, in keiner stadt ist es so schlimm, wie hier. jeder redet über uns. abfällig? nicht unbedingt. einfach sehr verwundert, weil man uns hier kaum noch sieht.

outfit von gestern nacht, nur da noch mit offenen haaren und geschminkt. haha


übrigens nicht auf der waage gewesen, aber gut durchgehalten!

Samstag, 3. September 2011

necessary

ich möchte euch ein bild zeigen. es ist ungefähr vor einem jahr entstanden im urlaub in der türkei. ich habe riesige angst, dass ich jetzt gerade wieder so aussehe. ca. 69kilo hatte ich da. und weiß wie ein käse war ich auch. ich war einfach noch ein kind. zu jung. das einzige, was ich gerne wieder hätte, sind meine langen haare. aber die wachsen ja nach.

ich kann den blick in den spiegel nicht ertragen, will meinen bauch, meine beine, meine arme nicht bei jedem schritt wackeln sehen vor fett. ich möchte einfach bloß endlich dünn sein, mich wohl fühlen. mit 54 kilo ging es mir besser. ich traue mich kaum mehr aus dem haus, weil ich das gefühl habe, dass mich alle anstarren, jedes einzelne zugenommene kilo sehen, weil die zahl eingebrannt ist auf meiner stirn, sodass jeder sie sofort entdecken kann.
ich rauche viel zu viel, weil ich angespannt bin, nervös. ich habe so wahnsinnige angst, dass mich jemand in der schule darauf anspricht, dass ich zugenommen habe, selbst, wenn sie sagen, dass es so besser aussieht. denn das stimmt nicht.
ich werde nicht in die magersucht abrutschen, weil ich es viel zu sehr will, am liebsten erzwingen würde. aber so 'einfach' wie es sich anhört ist es nicht. vor allem nicht, wenn man an bulimie erkrankt ist.

ich weiß nicht, welcher weg der richtige ist, weil mir ein zeichen fehlt, weil ich noch keine negativen konsequenzen erlebt habe. sicherlich, es geht mir körperlich besser, aber psychisch? auf keinen fall. ich will das so nicht und deswegen werde ich tun, was nötig ist. längst schon überfällig. ich hätte mein wunschgewicht schon lange, lange erreichen können und diese gewissheit versetzt mir einen schmerzhaften stich.
morgen gibt es ein aktuelles gewicht. versprochen.
i don't give a damn what you think, i'm doing this for me,
so f*** the world, feed it beans, it’s gassed up, if it thinks its stopping me.

erstmal der klobrille hallo sagen gehen. zu viel alkohol, zu viel essen, zu viel streit. keine illegalen drogen. hey, wenigstens eine sache habe ich richtig gemacht...

Freitag, 2. September 2011

blogawards

ich habe zwei blogawards bekommen und werde die jetzt mal beantworten. auch wenn ich den sinn davon noch nie wirklich verstanden habe.
ein dankeschön an want to be in the past und Miau
ich schreibe 10 dinge, weil ich ja eigentlich 7 zu jedem schreiben müsste, mir so viele aber auf keinen fall einfallen.

10 dinge über mich
1. ich esse gerade mais mit roter paprika und gurke (übrigens 186kcal und das einzige, was heute an essbarem in mich kommt)
2. ich habe wieder einmal zu viele dulco's genommen und ziemliche bauchkrämpfe
3. ich bin so fett geworden, dass mir nur noch drei hosen passen
4. ich werde vermutlich noch stunden damit verbringen mir zu überlegen, was ich am ersten schultag anziehen werde
5. ich liebe es zu shuffeln, obwohl ich weiß, dass ich es absolut nicht kann
6. ich weiß, dass er heute nacht auch da ist, also werde ich mir was zum ziehen besorgen
7. ich traue mich nicht, mein wahres gewicht oben in der leiste zu markieren, aus angst, euch zu enttäuschen. außerdem müsste ich mir dann selbst eingestehen, dass ich ein walross bin. upps.
8. ich habe gerade in einer alten packung koffeintabletten seroquel gefunden
9. die letzte dvd, die ich mir angesehen habe, war 'honey' und meine beste freundin lag neben mir im bett in ihrer eigenen kotze, weil sie zu viele legal highs konsumiert hat

10.
ich muss dringend altpapier wegbringen. 21 leere schachteln.


jetzt muss ich los. electro party. mit aftershow party bis in den frühen nachmittag. beginn dort um 07:00uhr morgens. wenn andere menschen arbeiten gehen, fängt die party erst richtig an. okay, samstags arbeiten nicht sehr viele menschen. dämlicher gedanke. egal. macht's gut. viel spaß heute nacht, was auch immer ihr treibt. übertreibt's nicht. und bleibt stark.
gerade fängt mein magen an zu knurren. ein selten schönes gefühl in letzter zeit!
ach und ich gebe keine awards weiter. keine lust, keine zeit. ich weiß es nicht. schiebt es, worauf immer ihr wollt.

altes leben

ich hätte gerne andere gedanken in meinem kopf. sinnvolle. hilfreiche.
aber stattdessen dreht sich alles um die drogen. mehr als zuvor. mehr, als jemals erwartet.
ich habe freunde verloren und bloß wenige, die geblieben sind.
ich habe panische angst vor dem schuljahresbeginn.

und eigentlich will ich mir bloß meine arme aufschneiden. aber das darf ich ja nicht, denn sonst würde ich dein versprechen brechen. aber was ist es schon wert?
es tut mir leid, dass ihr nur noch gequirlte scheiße von mir zu hören bekommt. es tut mir leid, dass ich nur immer weiter versage.
es wird bald ein ende haben. dienstag wird der letzte tag sein, an dem ich drogen konsumiere, an dem ich fresse und kotze, an dem ich binge. es wird der letzte tag meines alten lebens sein.

denn ich werde dünn sein. schon bald...



zu meiner haarfarbe: ich färbe schon monatelang nicht mehr. der ansatz ist meine naturhaarfarbe, darunter verbergen sich allerdings noch diverse rot töne (schwarzkopf xxl color), ein paar blond versuche, die jetzt bronze schimmern und oben drüber sind wohl zwei braun töne. aber fragt mich nicht welche, keine ahnung. ich lasse alles raus wachsen...

Donnerstag, 1. September 2011

and i didn't really know that i was this ugly.





wtf, das soll ich sein? irgendetwas läuft da gewaltig schief.