ich verabschiede mich heute von euch mit meinem gestrigen gewicht, denn ich will keine enttäuschung erleben und den urlaub bereits mit einem niederschlag beginnen.
am 13.8. bin ich wieder im land und bis dahin möchte ich doch hoffen, unter die magische bmi zahl von 18 gekommen zu sein.
mahct es gut bis dahin, bleibt stark, kämpft. und denkt ab und an an mich.
ich liebe euch.
Samstag, 30. Juli 2011
Donnerstag, 28. Juli 2011
mias gesicht
Bulimie macht dich nicht schön, nicht frei, nicht leicht. Und vor allem nicht perfekt.
Jedes mal, wenn du vor der toilette kauerst, am boden liegst, bist du hässlich. Du bist nicht schön, während deine wimperntusche um deine verquollenen, roten, tränenden augen verschmiert, dir speichelfäden vom kinn hängen. Du bist nicht schön, während du dir anstatt nur eines fingers, beinahe den ganzen arm in den hals steckst, weil du willst, das jede einzelne kalorie wieder vor dir im wasser schwimmt. Dir wird bloß jedes mal bewusst, wie hässlich deine krankheit dich macht, wie hilflos. Du liegst am boden, zitterst vor kälte, schmerzen, anstrengung und jedes mal stehst du wieder auf. Nach jeder erniedrigung, schreitest du weiter durchs leben, sinkst immer mehr in dir zusammen, verlierst die würde vor dir selbst und dein letztes bisschen stolz.
Nein, bulimie macht dich nicht schön.
In der umgangssprache spricht man bei anorexie von magersucht, doch für die bulimie, gibt es kein gesellschaftlich anerkanntes wort. „ess-brecht-sucht“, wird unsere störung genannt. Essen und brechen? Nein. Fressen und kotzen. Das beschreibt es um längen besser. Doch habt ihr schon mal jemanden von der „fress-kotz-.sucht“ reden hören? Ich nicht. Dieses wort ist so hässlich, so würdelos, so frei von eleganz und schönheit, dass es niemand in den mund nehmen möchte.
Mittwoch, 27. Juli 2011
in what we trust?
gedanken, die mich auf die knie zwingen,
zahlen, die mir tränen in die augen treiben.
wie kann es sein? unverständnis macht sich in mir breit. unverständnis und verbitterte enttäuschung darüber, dass ich es wieder einmal nicht geschafft habe, dass ich mir wieder bloß bewiesen habe, dass ich nichts kann, für nichts gut genug bin. nicht einmal, um mich selbst verhungern zu lassen.
ich habe mehr und andere dinge gegessen, als geplant, doch meine kalorienbilanz war negativ. ich weiß es.
meine finger gleiten zu meinem bauch, als ich von schrecklicher, vorgespeicherter gitarrenmusik geweckt werde. sie fühlen, versuchen herauszufinden, ob es mehr oder weniger sein wird. ich bin müde. meine augen fallen wieder zu. endlich stehe ich auf, viel zu spät. ziehe mein top hoch, starre meinen bauch an, meine beine. mein fett, meine haut, meine knochen. mich selbst, obwohl ich es mir selbst nicht eingestehen will, dass dieser hässliche körper wirklich zu mir gehört, meine seele beinhaltet, meine intelligenz, meine emtionen und vor allem meine gedanken. jene dunklen worte verletzen, schmerzen, doch lächeln überzieht meine lippen, denn ich bin eindeutig flacher, dünner. leichter?
kein einziges wort dringt aus meinem mund. kein einziger gedanke kann zu einem vollständigen satz verbunden werden, als die waage mir mehr anzeigt, als gestern. mehr, obwohl es eigentlich weniger sein sollte.
nicht nur der spiegel, die photos, sondern auch meine augen lügen. ich bin nicht dünn. ich habe nicht abgenommen, habe versagt. so, wie eigentlich immer.
ich mache mir sorgen über mein gewicht, während meine schwester gerade die starke vermutung für MS oder aber rheuma bekommen hat.
ich bin so lächerlich. so unglaublich einfach gestrickt. ich schaue nicht über den tellerrand hinaus. vielleicht liegt das daran, dass ich mich nicht erinnern kann, wann das letzte mal ein teller vor mir stand und darauf gewartet hat, von mir geleert zu werden. vielleicht liegt es daran, dass mir nie jemand gegenüber sitzt, wenn ich esse und ich somit keinen grund habe, meinen blick zu heben.
ich weiß es nicht. aber was ich weiß ist, dass ich nicht weiß, wie ich aussehe. ich habe keine ahnung. ich schaue mir normalgewichtige mädchen, frauen an und hoffe bloß, nicht viel dicker zu sein, als sie.
wer also lust und zeit hat, guckt bei meinen thinspirations und sagt mir, mit welcher der figuren meine zu vergleichen ist. zählt einfach ab, sind zwar ziemlich viele, aber diejenigen unter euch, denen ich etwas bedeute, werden es tun.
ich weiß es. weil ich euch vertraue. mehr, als mir selbst.
zahlen, die mir tränen in die augen treiben.
wie kann es sein? unverständnis macht sich in mir breit. unverständnis und verbitterte enttäuschung darüber, dass ich es wieder einmal nicht geschafft habe, dass ich mir wieder bloß bewiesen habe, dass ich nichts kann, für nichts gut genug bin. nicht einmal, um mich selbst verhungern zu lassen.
ich habe mehr und andere dinge gegessen, als geplant, doch meine kalorienbilanz war negativ. ich weiß es.
meine finger gleiten zu meinem bauch, als ich von schrecklicher, vorgespeicherter gitarrenmusik geweckt werde. sie fühlen, versuchen herauszufinden, ob es mehr oder weniger sein wird. ich bin müde. meine augen fallen wieder zu. endlich stehe ich auf, viel zu spät. ziehe mein top hoch, starre meinen bauch an, meine beine. mein fett, meine haut, meine knochen. mich selbst, obwohl ich es mir selbst nicht eingestehen will, dass dieser hässliche körper wirklich zu mir gehört, meine seele beinhaltet, meine intelligenz, meine emtionen und vor allem meine gedanken. jene dunklen worte verletzen, schmerzen, doch lächeln überzieht meine lippen, denn ich bin eindeutig flacher, dünner. leichter?
kein einziges wort dringt aus meinem mund. kein einziger gedanke kann zu einem vollständigen satz verbunden werden, als die waage mir mehr anzeigt, als gestern. mehr, obwohl es eigentlich weniger sein sollte.
nicht nur der spiegel, die photos, sondern auch meine augen lügen. ich bin nicht dünn. ich habe nicht abgenommen, habe versagt. so, wie eigentlich immer.
ich mache mir sorgen über mein gewicht, während meine schwester gerade die starke vermutung für MS oder aber rheuma bekommen hat.
ich bin so lächerlich. so unglaublich einfach gestrickt. ich schaue nicht über den tellerrand hinaus. vielleicht liegt das daran, dass ich mich nicht erinnern kann, wann das letzte mal ein teller vor mir stand und darauf gewartet hat, von mir geleert zu werden. vielleicht liegt es daran, dass mir nie jemand gegenüber sitzt, wenn ich esse und ich somit keinen grund habe, meinen blick zu heben.
ich weiß es nicht. aber was ich weiß ist, dass ich nicht weiß, wie ich aussehe. ich habe keine ahnung. ich schaue mir normalgewichtige mädchen, frauen an und hoffe bloß, nicht viel dicker zu sein, als sie.
wer also lust und zeit hat, guckt bei meinen thinspirations und sagt mir, mit welcher der figuren meine zu vergleichen ist. zählt einfach ab, sind zwar ziemlich viele, aber diejenigen unter euch, denen ich etwas bedeute, werden es tun.
ich weiß es. weil ich euch vertraue. mehr, als mir selbst.
Dienstag, 26. Juli 2011
the real view
ich streue buntes glitzer auf das mit klebstoff versehene herz. es verschwindet unter den massen an teilchen, ist nicht sichtbar. ich schüttle das überschüssige glitzer vom papier. es war ganz einfach. bloß eine einzige bewegung. wieso kann ich den teil, der an mir überflüssig ist, nicht genauso schnell und unkompliziert von mir abschütteln?
es erinnert mich an feenstaub. gedanklich bin ich in einer fremden welt, einer traumvorstellung. jede arme, irrende seele, dürfte ihr leben schön machen, einzigartig. mindestens aber lebenswert. glitzer, das sich beinahe schwerelos auf die tiefen, undurchdringlichen gedanken legt. fein, kaum spürbar. wie ein warmer atemzug im nacken, kurz bevor die nacht ihre pforten gänzlich öffnen kann. es lässt sie verschwinden. lässt sie verstummen, die in uns schreien, um aufmerksamkeit ringen.
mir wird schmerzlich bewusst, dass ich mein ziel, die 52 kilo bis zum urlaub zu erreichen, nicht packen kann. es verbleiben bloß noch 3 tage. sollte ich es schaffen weiterhin abzunehmen, und ich hoffe doch, dass ich auf schnellere erfolge nicht mehr warten muss. 53,x. ich will es. will es. will es.
bis jetzt gefastet. acht stunden arbeiten, eine stunde mit dem hund spazieren gehen dann direkt weiter, einen ordentlichen joint geraucht. vor mir steht ein teller, gefüllt mit essen. niedrigkalorisch, versteht sich.
80g weintrauben, 300g gurke, ein apfel (150g).
ich zähle zahlen zusammen. komme auf die erschreckend hohe 520. das gewicht der nahrungsmittel. ich habe angst, morgen wieder nur minimale unterschiede zu erkennen. ich kann nicht warten, will nicht warten. habe keine geduld mehr. gedanken überschlagen sich. wenn ich morgen 500gramm mehr auf der waage sähe, bloß, wegen dieser 176kcal. je mehr mein mageninhalt wiegt, desto schwerer bin auch ich.
ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr mir eine antwort, auf die gleich folgende frage als kommentar hinterlasst. mich würden eure meinungen sehr interessieren, vor allem, weil ich absolut nicht weiß, in welcher größenordnung sich die essstörung bereits in mir eingenistet hat. ich habe das gefühl, sie war nie stärker.
ab wann ist dünn zu dünn?
es erinnert mich an feenstaub. gedanklich bin ich in einer fremden welt, einer traumvorstellung. jede arme, irrende seele, dürfte ihr leben schön machen, einzigartig. mindestens aber lebenswert. glitzer, das sich beinahe schwerelos auf die tiefen, undurchdringlichen gedanken legt. fein, kaum spürbar. wie ein warmer atemzug im nacken, kurz bevor die nacht ihre pforten gänzlich öffnen kann. es lässt sie verschwinden. lässt sie verstummen, die in uns schreien, um aufmerksamkeit ringen.
mir wird schmerzlich bewusst, dass ich mein ziel, die 52 kilo bis zum urlaub zu erreichen, nicht packen kann. es verbleiben bloß noch 3 tage. sollte ich es schaffen weiterhin abzunehmen, und ich hoffe doch, dass ich auf schnellere erfolge nicht mehr warten muss. 53,x. ich will es. will es. will es.
bis jetzt gefastet. acht stunden arbeiten, eine stunde mit dem hund spazieren gehen dann direkt weiter, einen ordentlichen joint geraucht. vor mir steht ein teller, gefüllt mit essen. niedrigkalorisch, versteht sich.
80g weintrauben, 300g gurke, ein apfel (150g).
ich zähle zahlen zusammen. komme auf die erschreckend hohe 520. das gewicht der nahrungsmittel. ich habe angst, morgen wieder nur minimale unterschiede zu erkennen. ich kann nicht warten, will nicht warten. habe keine geduld mehr. gedanken überschlagen sich. wenn ich morgen 500gramm mehr auf der waage sähe, bloß, wegen dieser 176kcal. je mehr mein mageninhalt wiegt, desto schwerer bin auch ich.
ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr mir eine antwort, auf die gleich folgende frage als kommentar hinterlasst. mich würden eure meinungen sehr interessieren, vor allem, weil ich absolut nicht weiß, in welcher größenordnung sich die essstörung bereits in mir eingenistet hat. ich habe das gefühl, sie war nie stärker.
ab wann ist dünn zu dünn?
Montag, 25. Juli 2011
raddled
mein herz schlägt schneller nach dem ersten zug, doch ich werde innerlich ruhiger, lasse mich fallen, verliere den kontakt zu meinen gefühlen, meinen gedanken, befinde mich in einer anderen welt, einer einfacheren. einer, ohne sorgen an morgen, gestern und heute.
"oh, guck mal! der arm von der!"
"was ist denn da?"
"da sind überall narben. aber guck nicht so auffällig, damit die das nicht merkt."
natürlich merke ich es. natürlich sind ihre worte an mein ohr gedrungen. aber es macht mir nichts aus, es dringt kein schmerz zu mir durch, keine scham, keine angst. ich stehe zu meinen narben, sie gehören zu mir, aber ich kann es nicht leiden, wenn jemand so auffällig darüber redet, also verlasse ich den laden, in dem ich den beiden mitten in ihre dreckigen gesichter grinse und anerkennend nicke. sie starren mir hinterher, reden über mich, machen große augen, haben mit dieser reaktion wohl nicht gerechnet.
ich muss knochiger werden.
ich muss knochiger werden.
ich muss knochiger werden.
immer wieder schießt mir dieser gedanke in meinen kranken kopf, als ich mich im spiegel der umkleidekabine betrachte. XS. das ist eine tatsache. jedes kleidungsstück, das meine mama mir heute gekauft hat, ist größe XS. ich begreife es nicht, verstehe es nicht, denke allerdings auch nicht weiter darüber nach, weil ich zu diesem zeitpunkt noch viel zu breit bin.
der ekel steigt irgendwann in mir hoch. ekel vor der zahl auf der waage, ekel vor den wölbungen an meinem körper, der fettschicht, die direkt unter der haut liegt. ekel vor mir selbst, weil ich schon wieder mehr gegessen habe, als geplant. ekel vor dem morgigen tag, der vergangenheit, der gegenwart und vor allem vor der zukunft.
scherben bringen glück
die stunden verstreichen und ich liege schlaflos in meinem bett. ich öffne die augen, starre die wand an, rechne die zeit aus, die ich noch schlafen könnte, bevor ich zur arbeit muss.
ich schließe meine augen wieder, versuche das schwarz um mich herum auch in meinen kopf eindringen zu lassen, versuche die gedanken zu stoppen, versuche dem strudel an emotionen zu entgehen, doch egal, wie sehr ich es versuche, der nebel lichtet sich nicht.
angst kriecht in mir hoch. angst zu versagen, zu enttäuschen, nicht nur die menschen um mich herum, sondern vor allem mich selbst.
ich tue etwas, was ich selbst nicht von mir erwartet hätte, krieche zu meiner mutter ins bett, verstecke mich unter ihrer decke und versuche die monster in mir verstummen zu lassen, doch sie reden weiter, sie schreien mich an.
es fühlt sich so falsch an, hier zu liegen. so leise, so still.
jede zelle meines körpers sträubt sich dagegen, einfach so dazuliegen und zu tun, als wäre die welt in ordnung, als wäre nicht bereits alles aus den fugen geraten.
die kälte, das zittern, lässt nach, doch der schlaf holt mich nicht ein. erst, als ich wieder in meinem bett liege und erkenne, dass es bereits vier uhr ist, falle ich in einen traumlosen schlaf.
ich stehe auf, kämpfe mich aus meinem bett, friere, zittere. tränen schießen mir in die augen, ohne einen ersichtlichen grund. ich stelle mich auf die waage, habe mir mehr erhofft, von dem gestrigen tag.
süß, stark und schwarz ist der kaffee, der mir aus meiner tasse endgegen blickt. undurchdringlich, genauso, wie das innere meiner seele.
ich bin nicht bei mir, mir ist so kalt. die tasse rutscht mir aus der hand, zerspringt auf der kellertreppe in tausende teile. ich falle hin, doch stehe sofort wieder auf. wieder verschwimmt die welt vor meinen augen und alles, was ich will ist, bloß in mein bett und schlafen, ohne jemals wieder das tageslicht sehen zu dürfen.
ich fahre zur tankstelle, kaufe zigaretten und cola light. beim zurücksetzen, fahre ich vor einen riesigen stein und alles, was ich höre, ist ein krachen und ein knacken. so muss sich ein schmetterling fühlen, wenn ihm die flügel ausgerissen werden. genauso, muss es sich anfühlen.
ich steige aus, fange abermals an zu zittern, fange an zu weinen, kann die emotionen nicht mehr zurückhalten. das heck meines autos ist vollkommen eingedellt, der rückscheinwerfer liegt vor mir auf dem boden. rot ist er. blutrot und ich wundere mich über diesen wink des schicksals. wieso ist auf dem boden nicht mein eigenes blut zu sehen? mein blut, weil mich jemand angefahren hat, verletzt hat. tödlich verletzt hat.
ich kann nicht atmen. die tränen scheinen nie zu versiegen. am telefon höre ich die stimme meiner mutter, doch ich kann kaum antworten, die worte bleiben auf ihrem weg in die freiheit stecken, gehen verloren, wie ein atemzug im wind. sie nimmt mir die verantwortung ab, ruft im kindergarten an, sagt ab. ich bin nicht in der lage, jetzt 15 schreiende kinder um mich zu haben.
ich brauche hilfe. dringend.
ich brauche medikamente. antidepressiva und was zum schlafen. dringend.
ich brauche ruhe, schutz. vor mir selbst. dringend.
aber wer mich kennt, weiß, dass ich mich niemals selbst melden würde.
und genau darin liegt der große, unübersehbare fehler.
ich schließe meine augen wieder, versuche das schwarz um mich herum auch in meinen kopf eindringen zu lassen, versuche die gedanken zu stoppen, versuche dem strudel an emotionen zu entgehen, doch egal, wie sehr ich es versuche, der nebel lichtet sich nicht.
angst kriecht in mir hoch. angst zu versagen, zu enttäuschen, nicht nur die menschen um mich herum, sondern vor allem mich selbst.
ich tue etwas, was ich selbst nicht von mir erwartet hätte, krieche zu meiner mutter ins bett, verstecke mich unter ihrer decke und versuche die monster in mir verstummen zu lassen, doch sie reden weiter, sie schreien mich an.
es fühlt sich so falsch an, hier zu liegen. so leise, so still.
jede zelle meines körpers sträubt sich dagegen, einfach so dazuliegen und zu tun, als wäre die welt in ordnung, als wäre nicht bereits alles aus den fugen geraten.
die kälte, das zittern, lässt nach, doch der schlaf holt mich nicht ein. erst, als ich wieder in meinem bett liege und erkenne, dass es bereits vier uhr ist, falle ich in einen traumlosen schlaf.
ich stehe auf, kämpfe mich aus meinem bett, friere, zittere. tränen schießen mir in die augen, ohne einen ersichtlichen grund. ich stelle mich auf die waage, habe mir mehr erhofft, von dem gestrigen tag.
süß, stark und schwarz ist der kaffee, der mir aus meiner tasse endgegen blickt. undurchdringlich, genauso, wie das innere meiner seele.
ich bin nicht bei mir, mir ist so kalt. die tasse rutscht mir aus der hand, zerspringt auf der kellertreppe in tausende teile. ich falle hin, doch stehe sofort wieder auf. wieder verschwimmt die welt vor meinen augen und alles, was ich will ist, bloß in mein bett und schlafen, ohne jemals wieder das tageslicht sehen zu dürfen.
ich fahre zur tankstelle, kaufe zigaretten und cola light. beim zurücksetzen, fahre ich vor einen riesigen stein und alles, was ich höre, ist ein krachen und ein knacken. so muss sich ein schmetterling fühlen, wenn ihm die flügel ausgerissen werden. genauso, muss es sich anfühlen.
ich steige aus, fange abermals an zu zittern, fange an zu weinen, kann die emotionen nicht mehr zurückhalten. das heck meines autos ist vollkommen eingedellt, der rückscheinwerfer liegt vor mir auf dem boden. rot ist er. blutrot und ich wundere mich über diesen wink des schicksals. wieso ist auf dem boden nicht mein eigenes blut zu sehen? mein blut, weil mich jemand angefahren hat, verletzt hat. tödlich verletzt hat.
ich kann nicht atmen. die tränen scheinen nie zu versiegen. am telefon höre ich die stimme meiner mutter, doch ich kann kaum antworten, die worte bleiben auf ihrem weg in die freiheit stecken, gehen verloren, wie ein atemzug im wind. sie nimmt mir die verantwortung ab, ruft im kindergarten an, sagt ab. ich bin nicht in der lage, jetzt 15 schreiende kinder um mich zu haben.
ich brauche hilfe. dringend.
ich brauche medikamente. antidepressiva und was zum schlafen. dringend.
ich brauche ruhe, schutz. vor mir selbst. dringend.
aber wer mich kennt, weiß, dass ich mich niemals selbst melden würde.
und genau darin liegt der große, unübersehbare fehler.
Sonntag, 24. Juli 2011
UTOPIA
I: "in diesem schrank befindet sich einfach absolut nichts zum anziehen, obwohl er voll ist!"
S: "wieso das denn nicht?"
I: "weil mir 3/4 von den sachen ungefähr 3 nummern zu groß sind?!"
S: "ja dann nimm doch wieder fünf kilo zu. du bist sowieso viel zu dünn!"
I: "willst du mich eigentlich verarschen? ich nehme ganz bestimmt nicht wieder zu!"
ich muss hier raus.I: "ich muss hier raus!! ganz schnell. ich muss hier raus. weg!"
M: "du bist doch sowieso gleich wieder weg."
I: "nein, mama, nicht heute, nicht jetzt. allgemein. ich muss hier weg. ich muss ausziehen, so schnell wie möglich!"
S: "du bewegst deinen fetten arsch ja nicht und besorgst dir mal ein paar anträge!"
stille.stille vor dem großen, letzten schlag dieses kampfes.
I: "hässliche schlampe. du wärst die erste die wieder am heulen wäre, wenn ich nicht mehr da wäre. genauso, wie damals, als ich in die klinik gekommen bin. zu mir warst du die größte schlampe und zu hause bei mami hast du dann fürchterlich geheult. fick dich."
ich verlasse das haus. flüchte, in den schutz der freiheit. I= ich, S = schwester, M = mama
das resumée der letzten tage lädt mich ein, in eine richtung, die ich vielleicht nicht verdient habe, vielleicht aber gerade doch.
die kilozahl auf der wage und meine laune steigt proportional zu der grammanzahl des gerauchten weeds.
ich rauche viel, ich esse und kotze viel.
ich rauche wenig, ich faste.
die frage ist, mit welcher sucht ich besser zurecht käme. magersucht oder drogensucht.
die bulimie bleibt. sie begleitet mich, hält meine hand eisern in ihrer und schwört mir immer noch lebenslange treue, wenn ich sie nur nicht verlasse, wenn ich nur ihre hand nicht loslasse, auf diesem steinigen weg, der sich leben nennt. selbst, wenn ich es wollte, könnte ich es nicht.
die pro's und atte's wissen, wie sich sich entscheiden würden.
die, die unsere krankheit auch als eine solche verstehen, die darunter leiden, qualen erleiden müssen, wiessen, wie sie sich entscheiden würden.
ich bezeichne mich selbst nicht als pro. ich verherrliche meine beiträge und meine esstörung nicht. ich berichte über sie, mit ihren positiven seiten, mit ihren negativen seiten. ich zeige bilder, auf denen ich halbnackt bin, nur um einen unterschied zu dem photo davor erkennen zu können. aber ich kenne auch die negativen seiten und versuche die folgen der süchte aufzuzeigen, versuche ein abschreckendes beispiel zu sein, von einem mädchen, das immer weiter abrutscht, obwohl es dachte, nicht weiter fallen zu können. ich zeige euch mein innerstes, meine einstellung zum leben, zum tod. ich offenbare mich euch. ich stelle bilder online, die als motivation dienen sollen. aber ich wünsche mir, dass niemals ein junges mädchen auf meinen blog trifft und sich für ana oder mia entscheidet. willentlich, so wie ich es vor geraumer zeit auch tat. pro ana blogs waren der ausschlaggebende punkt für meine erkrankung. die letzten tropfen, die das fass zum überlaufen gebracht haben.
auch jetzt sage ich euch meine persönliche meinung. auch jetzt, schreibe ich meine kranken gedanken auf und hoffe, dass sie einige von euch erschrecken und vielleicht euer leben retten.
ich will die esstörung. ich will hungern, ich will leiden, ich will abnehmen. ich will zu dünn werden.
denn irgendwann, komme ich in mein persönliches paradies. egal, wann, egal wo. ich werde erlöst werden. ich werde frei sein und fliegen können, wenn ich nur weiter mache.
wann werde ich bereit sein, mich aus dieser illusion zu befreien...?
Samstag, 23. Juli 2011
alltbekanntes
sie überrollt mich, die schwarze welle, die so tief ist, dass ich nicht ausmachen kann, wo oben und wo unten sein mag. sie lässt mich erblinden, zieht mich hinab in ein bad der gefühle, mit dem ich nicht umzugehen weiß. so lange bin ich davor geflohen, zu lange habe ich verdrängt, was in mir ist, was mich nährt, was mich ausmacht, doch heute, jetzt, in diesem moment, ist es zurückgekehrt, mit einer unvorhergesehenen intensität.
es lässt mich frieren, zittern, bibbern.
"okay, geht eine rauchen, aber wenn ihr wieder kommt, esst ihr alle noch ein brötchen."
"nee nee, zwei."
"ja, so wie du aussiehst, könntest du auch drei vertragen!"
ich kotze mir fast auf die füße, als ich daran denke, etwas essen zu müssen, in diesem raum, voller menschen, in dieser klasse, in der ich kaum ein gesicht mit einem namen verbinden kann, außer das, des lehrers, der meine vergangenheit kennt.
mir ist kalt, doch ich ziehe meine jacke nicht an, stelle mich bloß vor die schule, denke an den eben erst gerauchten joint mit dem guten haze und zünde mir eine zigarette an. schon nach dem ersten zug, wird mir schwindelig, das bild vor meinen augen wird unklar, wackelt, verschwimmt.
ich werde leicht, schwebe beinahe und weiß, dass mir nichts und niemand mehr etwas anhaben kann.
als ich den raum betrete, ist alles einfacher. ich greife nach einem croissant, bestreiche es mit nutella und verdrücke es, bevor jemand ein wort dazu sagen kann.
mein magen schmerzt, ist voll ausgedehnt, von meiner nächtlichen FA, doch nur vereinzelte, schwache gedanken füttern meinen selbsthass, bereiten ihn auf seine große show vor, sobald die wirkung des joints nachlässt.
sieben dulcolax dragées wandern in meinen körper.
noch immer sitze ich hier, mit bauch- und kopfschmerzen. die übelkeit hat glücklicherweise mittlerweile nachgelassen.
was gibt es schöneres, als ferien, die so beginnen...?
ich kann es euch sagen. am tag nach dem abführmittelmissbrauch direkt weiter fressen, über dem klo hängen, während das gesicht verschmiert ist mit mehreren körperflüssigkeiten. nach dem brechen wieder in die küche gehen und nochmals essen. allerdings nur ziemlich wenig, weil ich sonst ohne zu zögern auf meine tastatur hätte kotzen müssen.
ich will einen rauchen!
ach und übrigens neues design, müsste euch aber schon aufgefallen sein...
es lässt mich frieren, zittern, bibbern.
"okay, geht eine rauchen, aber wenn ihr wieder kommt, esst ihr alle noch ein brötchen."
"nee nee, zwei."
"ja, so wie du aussiehst, könntest du auch drei vertragen!"
ich kotze mir fast auf die füße, als ich daran denke, etwas essen zu müssen, in diesem raum, voller menschen, in dieser klasse, in der ich kaum ein gesicht mit einem namen verbinden kann, außer das, des lehrers, der meine vergangenheit kennt.
mir ist kalt, doch ich ziehe meine jacke nicht an, stelle mich bloß vor die schule, denke an den eben erst gerauchten joint mit dem guten haze und zünde mir eine zigarette an. schon nach dem ersten zug, wird mir schwindelig, das bild vor meinen augen wird unklar, wackelt, verschwimmt.
ich werde leicht, schwebe beinahe und weiß, dass mir nichts und niemand mehr etwas anhaben kann.
als ich den raum betrete, ist alles einfacher. ich greife nach einem croissant, bestreiche es mit nutella und verdrücke es, bevor jemand ein wort dazu sagen kann.
mein magen schmerzt, ist voll ausgedehnt, von meiner nächtlichen FA, doch nur vereinzelte, schwache gedanken füttern meinen selbsthass, bereiten ihn auf seine große show vor, sobald die wirkung des joints nachlässt.
sieben dulcolax dragées wandern in meinen körper.
noch immer sitze ich hier, mit bauch- und kopfschmerzen. die übelkeit hat glücklicherweise mittlerweile nachgelassen.
was gibt es schöneres, als ferien, die so beginnen...?
ich kann es euch sagen. am tag nach dem abführmittelmissbrauch direkt weiter fressen, über dem klo hängen, während das gesicht verschmiert ist mit mehreren körperflüssigkeiten. nach dem brechen wieder in die küche gehen und nochmals essen. allerdings nur ziemlich wenig, weil ich sonst ohne zu zögern auf meine tastatur hätte kotzen müssen.
ich will einen rauchen!
ach und übrigens neues design, müsste euch aber schon aufgefallen sein...
Freitag, 22. Juli 2011
wie früher
ich hatte mir mehr reaktionen, mehr kommentare zu meinem letzten post gewünscht. mehr meinungen. mehr richtig und mehr falsch.
die falschen sichtweisen hätte ich ana und mia zugeordnet, die richtigen vermutlich meinem verstand. und ich hätte innerlich gekämpft, hätte eine schlacht ausgetragen, hätte abgewogen und hätte mich entschieden.
gegen falsch und für richtig.
für die richtung, die ich als richtig empfunden hätte.
also, wenn ihr noch etwas dazu sagen möchtet, tut das bitte. denn um ehrlich zu sein, bin ich noch keinen einzigen schritt weiter gekommen und kiffe mir stattdessen einfach weiterhin die birne weg. yippieeh. seit gestern abend 23:00uhr warem es ungefähr neun joints. so genau weiß ich das nicht mehr, habe nach dem dritten aufgehört zu zählen und war bzw. bin zu breit um das ganze jetzt noch zurück zu verfolgen.
ich war seit tagen nicht mehr auf der waage, weil ich seit einer weile täglich etwa 10.000kcal zu mir nehme und diese nicht wieder erbreche. eben also zum ersten mal dulcolax in der apotheke gekauft. 1-2 dragées soll man nehmen, also war ich mit vier dabei.
bitte, bitte, bitte, lass es anschlagen.
bitte.
______________
sie schaut mich aus schönen, fast schwarzen augen an. ich habe ihre haare noch nie offen gesehen. sie fallen ihr in starken locken ums gesicht. sie ist schön. zu schön. ihre dünnen beine sind in einer jeans baggy versteckt. damit niemand verdacht schöpft, damit niemand etwas bemerkt.
ich drehe mich um, tue so, als hätte ich ihren blick nicht bemerkt, verstecke meinen schwangerschaftsbauch mit 7000kcal darin und drehe mich leicht weg. ihre augen ruhen auf mir. ihr blick bohrt sich in mein fett, wandert meine beine entlang, bis zu meinem fünflagigen outfit.
sie weiß es.
ich schaue über die schulter, halte ausschau nach jemandem und bemerke, dass sie mich immer noch fixiert.
ich weiß, dass sie magersüchtig ist. sie war bei der gleichen therapeutin, wie ich.
aber ich bin mir sicher, auch sie kennt mein geheimnis...
__________________
ich bin widerlich, ekelhaft, hässlich, dreckig.
wertlos, nichtsnützig, falsch, unpassend, kompliziert, nervig, gereizt.
fett. fett. fett.
juhu, ich sehe wieder so aus, wie früher. endlich, habe ich es geschafft.
die falschen sichtweisen hätte ich ana und mia zugeordnet, die richtigen vermutlich meinem verstand. und ich hätte innerlich gekämpft, hätte eine schlacht ausgetragen, hätte abgewogen und hätte mich entschieden.
gegen falsch und für richtig.
für die richtung, die ich als richtig empfunden hätte.
also, wenn ihr noch etwas dazu sagen möchtet, tut das bitte. denn um ehrlich zu sein, bin ich noch keinen einzigen schritt weiter gekommen und kiffe mir stattdessen einfach weiterhin die birne weg. yippieeh. seit gestern abend 23:00uhr warem es ungefähr neun joints. so genau weiß ich das nicht mehr, habe nach dem dritten aufgehört zu zählen und war bzw. bin zu breit um das ganze jetzt noch zurück zu verfolgen.
ich war seit tagen nicht mehr auf der waage, weil ich seit einer weile täglich etwa 10.000kcal zu mir nehme und diese nicht wieder erbreche. eben also zum ersten mal dulcolax in der apotheke gekauft. 1-2 dragées soll man nehmen, also war ich mit vier dabei.
bitte, bitte, bitte, lass es anschlagen.
bitte.
______________
sie schaut mich aus schönen, fast schwarzen augen an. ich habe ihre haare noch nie offen gesehen. sie fallen ihr in starken locken ums gesicht. sie ist schön. zu schön. ihre dünnen beine sind in einer jeans baggy versteckt. damit niemand verdacht schöpft, damit niemand etwas bemerkt.
ich drehe mich um, tue so, als hätte ich ihren blick nicht bemerkt, verstecke meinen schwangerschaftsbauch mit 7000kcal darin und drehe mich leicht weg. ihre augen ruhen auf mir. ihr blick bohrt sich in mein fett, wandert meine beine entlang, bis zu meinem fünflagigen outfit.
sie weiß es.
ich schaue über die schulter, halte ausschau nach jemandem und bemerke, dass sie mich immer noch fixiert.
ich weiß, dass sie magersüchtig ist. sie war bei der gleichen therapeutin, wie ich.
aber ich bin mir sicher, auch sie kennt mein geheimnis...
__________________
ich bin widerlich, ekelhaft, hässlich, dreckig.
wertlos, nichtsnützig, falsch, unpassend, kompliziert, nervig, gereizt.
fett. fett. fett.
juhu, ich sehe wieder so aus, wie früher. endlich, habe ich es geschafft.
Dienstag, 19. Juli 2011
nichts sein
es alleine schaffen oder hilfe annehmen.
es alleine schaffen oder hilfe annehmen.
es alleine schaffen oder hilfe annehmen.
...oder aber es gar nicht erst versuchen.
ich war eben bei meiner therapeutin, habe ihr von meinem derzeitigen essproblem, meinem abführmittel- und alkoholkonsum erzählt.
joa, jetzt befindet sich in meiner diagnosensammlung zusätzlich noch F 10.1 Schädlicher Gebrauch von Alkohol (Alkoholabusus). schade nur, dass sie von meinem cannabiskonsum und meinen koks erfahrungen nichts weiß.
außerdem hat sie ganz ernsthaft mit mir über meine zukunft gesprochen und mir mehr als klar gemacht, dass ich den einstieg in die 12 niemals alleine schaffen werde. sie hat mir ein angebot einer art tagesklinik (hier) mitgegeben, in die ich nach dem bulgarienurlaub für etwa drei wochen gehen soll.
ich bin komplett überfordert, weiß nicht, was ich machen soll.
klinik?
jetzt? so plötzlich? ich?
nein. das habe ich nicht nötig, ich fettes schwein. nein, nein, da muss jemand mit einem bmi von 15 hin, jemand, der lernen muss zu essen, jemand, der es nicht mehr kann. jemand, der kaum eine kalorie zu sich nimmt.
nicht jemand, der am tag 50.000 kalorien zu sich nimmt und sie dann wieder auskotzt. mit seiner würde, seinen schmerzen, seinen gefühlen. nicht jemand, der gerade so um die untergewichtsgrenze herum pendelt, sondern jemand, dessen herz fast stehen bleibt, während der nacht.
ich weiß, dass ich es alleine nicht schaffen werde. aber ich will trotzdem keine hilfe. ich will nicht gesund werden, ich will nicht, dass es mir besser geht, will nicht noch mehr zunehmen, will nicht lernen, mich und meinen körper zu akzeptieren.
ich will die schule nicht schaffen, will kein abitur machen. das alles gebe ich bloß vor.
ich will nicht leben!
wann, sagt mir bitte wann, ihr begreift, dass ich nicht hier sein will? ich bin nicht mehr so depressiv, wie ende des letzten jahres, ich kann wieder klarer denken, aber meine einstellug zum leben hat sich nicht geändert. ich habe so schreckliche angst, dass ich mein leben nicht in den griff bekomme, traue es mir selbst nicht zu, weiß schon jetzt, dass ich versagen werde. und deswegen will ich es erst gar nicht versuchen.
ich rechne damit, dass mein drogenkonsum sich ausweiten wird und ich hoffe, dass ich daran kaputt gehe.
ich hoffe sogar, dass ich nicht zur schule gehen werde, damit ich das schuljahr nicht schaffe, damit ich keine möglichkeit mehr auf ein abitur habe, außer an der abendschule.
ich will irgendwann, irgendwo, ohne freunde, ohne familie, ohne geld, ohne scham, ohne gefühle, ohne psyche umher wandern. wie ein geist, nur noch gesteuert von trieben. ich will abstumpfen, nichts mehr merken, nichts mehr fühlen, mich für nichts und niemanden mehr interessieren.
ich will einfach nur noch ein nichts sein.
einfach so.
nichts.
es alleine schaffen oder hilfe annehmen.
es alleine schaffen oder hilfe annehmen.
...oder aber es gar nicht erst versuchen.
ich war eben bei meiner therapeutin, habe ihr von meinem derzeitigen essproblem, meinem abführmittel- und alkoholkonsum erzählt.
joa, jetzt befindet sich in meiner diagnosensammlung zusätzlich noch F 10.1 Schädlicher Gebrauch von Alkohol (Alkoholabusus). schade nur, dass sie von meinem cannabiskonsum und meinen koks erfahrungen nichts weiß.
außerdem hat sie ganz ernsthaft mit mir über meine zukunft gesprochen und mir mehr als klar gemacht, dass ich den einstieg in die 12 niemals alleine schaffen werde. sie hat mir ein angebot einer art tagesklinik (hier) mitgegeben, in die ich nach dem bulgarienurlaub für etwa drei wochen gehen soll.
ich bin komplett überfordert, weiß nicht, was ich machen soll.
klinik?
jetzt? so plötzlich? ich?
nein. das habe ich nicht nötig, ich fettes schwein. nein, nein, da muss jemand mit einem bmi von 15 hin, jemand, der lernen muss zu essen, jemand, der es nicht mehr kann. jemand, der kaum eine kalorie zu sich nimmt.
nicht jemand, der am tag 50.000 kalorien zu sich nimmt und sie dann wieder auskotzt. mit seiner würde, seinen schmerzen, seinen gefühlen. nicht jemand, der gerade so um die untergewichtsgrenze herum pendelt, sondern jemand, dessen herz fast stehen bleibt, während der nacht.
ich weiß, dass ich es alleine nicht schaffen werde. aber ich will trotzdem keine hilfe. ich will nicht gesund werden, ich will nicht, dass es mir besser geht, will nicht noch mehr zunehmen, will nicht lernen, mich und meinen körper zu akzeptieren.
ich will die schule nicht schaffen, will kein abitur machen. das alles gebe ich bloß vor.
ich will nicht leben!
wann, sagt mir bitte wann, ihr begreift, dass ich nicht hier sein will? ich bin nicht mehr so depressiv, wie ende des letzten jahres, ich kann wieder klarer denken, aber meine einstellug zum leben hat sich nicht geändert. ich habe so schreckliche angst, dass ich mein leben nicht in den griff bekomme, traue es mir selbst nicht zu, weiß schon jetzt, dass ich versagen werde. und deswegen will ich es erst gar nicht versuchen.
ich rechne damit, dass mein drogenkonsum sich ausweiten wird und ich hoffe, dass ich daran kaputt gehe.
ich hoffe sogar, dass ich nicht zur schule gehen werde, damit ich das schuljahr nicht schaffe, damit ich keine möglichkeit mehr auf ein abitur habe, außer an der abendschule.
ich will irgendwann, irgendwo, ohne freunde, ohne familie, ohne geld, ohne scham, ohne gefühle, ohne psyche umher wandern. wie ein geist, nur noch gesteuert von trieben. ich will abstumpfen, nichts mehr merken, nichts mehr fühlen, mich für nichts und niemanden mehr interessieren.
ich will einfach nur noch ein nichts sein.
einfach so.
nichts.
hunger nach liebe
ich öffne die haustür und beim umdrehen des schlüssels wird meine mutter wach. ich finde nicht einmal zeit, meine jacke und meine schuhe auszuziehen, gehe sofort in die küche und fange an zu essen.
meine mutter betritt den raum, redet kurz mit mir. ich antworte, obwohl ich kein wort verstehe. "aber nicht mehr so viel..", sagt sie, als sie die türe schließt.
ach quatsch. ich will mich doch zusammen reißen.
sie weiß nicht, wie viel platz in meinem magen ist, kann sich die dimensionen nicht vorstellen.
es ist wie ein rythmus, ich weiß, wo alles steht. die handgriffe sind wie eingeübt. nutella, toast, kekse, apfel, käse, schinken, frikadellen, ketchup, müsli, ein stück torte.
es passiert automatisch, ohne kontrolle. immer mehr. ich will bloß diese leere füllen, will vor mir selbst flüchten, will etwas haben, was rund um die uhr für mich da ist, mich tröstet, mich hält, mich wärmt, mich liebt. es schmeckt mir nicht einmal, aber das macht keinen unterschied. ich esse und schlucke und esse und schlucke. einfach so, ohne gefühl. weil ich es will, weil ich es brauche.
minuten später starre ich auf meinen pc-bildschirm, werde langsam wieder klar im kopf. der nebel lichtet sich langsam. und mit der klaren sicht kommen die vorwürfe, die schuldgefühle, der schmerz, der selbsthass.
morgen letzter termin bei meiner therapeutin. haha.
ach und ich habe eben wirklich vollkommen ernsthaft daran geglaubt, dass ich heute noch nicht gekotzt habe. erst vor ein, zwei stunden ist es mir wieder eingefallen. mein kopf ist auf jeden fall krass drauf.
meine mutter betritt den raum, redet kurz mit mir. ich antworte, obwohl ich kein wort verstehe. "aber nicht mehr so viel..", sagt sie, als sie die türe schließt.
ach quatsch. ich will mich doch zusammen reißen.
sie weiß nicht, wie viel platz in meinem magen ist, kann sich die dimensionen nicht vorstellen.
es ist wie ein rythmus, ich weiß, wo alles steht. die handgriffe sind wie eingeübt. nutella, toast, kekse, apfel, käse, schinken, frikadellen, ketchup, müsli, ein stück torte.
es passiert automatisch, ohne kontrolle. immer mehr. ich will bloß diese leere füllen, will vor mir selbst flüchten, will etwas haben, was rund um die uhr für mich da ist, mich tröstet, mich hält, mich wärmt, mich liebt. es schmeckt mir nicht einmal, aber das macht keinen unterschied. ich esse und schlucke und esse und schlucke. einfach so, ohne gefühl. weil ich es will, weil ich es brauche.
minuten später starre ich auf meinen pc-bildschirm, werde langsam wieder klar im kopf. der nebel lichtet sich langsam. und mit der klaren sicht kommen die vorwürfe, die schuldgefühle, der schmerz, der selbsthass.
morgen letzter termin bei meiner therapeutin. haha.
ach und ich habe eben wirklich vollkommen ernsthaft daran geglaubt, dass ich heute noch nicht gekotzt habe. erst vor ein, zwei stunden ist es mir wieder eingefallen. mein kopf ist auf jeden fall krass drauf.
Montag, 18. Juli 2011
chaos im kopf
einiges verändert auf den seiten hier.
schaut doch einfach mal rum. ich habe sogar ein photo mit meinem ausgangsgewicht (fette, fette, fette 85kilo) hochgeladen. zu finden ist es hier. außerdem gibt es neue thinspiration bilder und die seite über mich ist komplett verändert worden.
eben habe ich allen ernstes mit meiner mutter abgesprochen, was ich essen werde und sie darum gebeten mich davon abzuhalten, mehr zu fressen, damit ich nicht zum zweiten mal für heute über der toilette hänge. und, siehe da, es hat geklappt! salat, eine halbe gurke und eine scheibe baguette brot. das ist ok. es könnte durchaus weniger sein, aber wir fangen ja langsam an. ich muss nur meine kontrolle wieder bekommen.
ich muss, muss, muss.
wenn ich es heute schaffe, nicht zu erbrechen, wäre das der erste tag seit fast drei wochen.
jetzt gleich fahre ich wieder los. ich muss hier weg, raus aus meinem haus, weg von meiner familie, die mich nur mit ihrer anwesenheit durchdrehen lässt.
also mal wieder schön einen rauchen.
früher haben wir einen 20er mit fünf mädels pro woche konsumiert. mittlerweile liegen wir bei einem 20er zu dritt pro tag. viel zu hart eigentlich. aber was soll's. anders halte ich dieses chaos in meinem kopf nicht aus.
ich will bloß dünn sein.
dünn, dünner, tot.
schaut doch einfach mal rum. ich habe sogar ein photo mit meinem ausgangsgewicht (fette, fette, fette 85kilo) hochgeladen. zu finden ist es hier. außerdem gibt es neue thinspiration bilder und die seite über mich ist komplett verändert worden.
eben habe ich allen ernstes mit meiner mutter abgesprochen, was ich essen werde und sie darum gebeten mich davon abzuhalten, mehr zu fressen, damit ich nicht zum zweiten mal für heute über der toilette hänge. und, siehe da, es hat geklappt! salat, eine halbe gurke und eine scheibe baguette brot. das ist ok. es könnte durchaus weniger sein, aber wir fangen ja langsam an. ich muss nur meine kontrolle wieder bekommen.
ich muss, muss, muss.
wenn ich es heute schaffe, nicht zu erbrechen, wäre das der erste tag seit fast drei wochen.
jetzt gleich fahre ich wieder los. ich muss hier weg, raus aus meinem haus, weg von meiner familie, die mich nur mit ihrer anwesenheit durchdrehen lässt.
also mal wieder schön einen rauchen.
früher haben wir einen 20er mit fünf mädels pro woche konsumiert. mittlerweile liegen wir bei einem 20er zu dritt pro tag. viel zu hart eigentlich. aber was soll's. anders halte ich dieses chaos in meinem kopf nicht aus.
ich will bloß dünn sein.
dünn, dünner, tot.
ich weiß einfach nichts mehr zu sagen.
ich muss hier weg, aus mir raus.
wie konnte es so weit kommen?
wieso bin ich so schwach?
ich schaue mir photos an, starre auf meinen körper, mein fett und frage mich, wieso ich schon jetzt so schwach bin, dass ich aufgeben möchte, dass mein körper nachgibt, meine psyche daran zerbricht.
diese mädchen, die viel dünner, schöner, freier, leichter sind, als ich, wie haben sie es geschafft?
in meinem kopf gibt es nichts anderes mehr, als essen. nichts. ich wache morgens auf und der erste gedanke geht um meine nächste FA. wann, wo, wie viel zeit bleibt mir?
es war noch nie so schlimm wie jetzt. und wenn es nicht bald besser wird, werde ich handeln.
ich habe so angst vor einer klinik und ich wünsche es mir so sehr.
ich weiß, dass ich es alleine absolut nicht mehr schaffe, aber ich will nicht kontrolliert werden, ich will nicht noch fetter werden, während um mich herum mädchen sitzen, mit einem bmi von 15 oder weniger. sie müssen zunehmen und nicht ich. ich will abnehmen, solange ich noch kann. das einzige, was ich will, ist meine bulimie loszuwerden. ich will bloß nicht mehr fressen und kotzen. gegen eine essstörung habe ich gar nichts. ich glaube sogar viel mehr, dass ich ohne komplett aufgeschmissen wäre. ich kann nur ihre blicke nicht ertragen.
ich habe so schreckliche angst vor mir selbst.
ich muss hier weg, aus mir raus.
wie konnte es so weit kommen?
wieso bin ich so schwach?
ich schaue mir photos an, starre auf meinen körper, mein fett und frage mich, wieso ich schon jetzt so schwach bin, dass ich aufgeben möchte, dass mein körper nachgibt, meine psyche daran zerbricht.
diese mädchen, die viel dünner, schöner, freier, leichter sind, als ich, wie haben sie es geschafft?
in meinem kopf gibt es nichts anderes mehr, als essen. nichts. ich wache morgens auf und der erste gedanke geht um meine nächste FA. wann, wo, wie viel zeit bleibt mir?
es war noch nie so schlimm wie jetzt. und wenn es nicht bald besser wird, werde ich handeln.
ich habe so angst vor einer klinik und ich wünsche es mir so sehr.
ich weiß, dass ich es alleine absolut nicht mehr schaffe, aber ich will nicht kontrolliert werden, ich will nicht noch fetter werden, während um mich herum mädchen sitzen, mit einem bmi von 15 oder weniger. sie müssen zunehmen und nicht ich. ich will abnehmen, solange ich noch kann. das einzige, was ich will, ist meine bulimie loszuwerden. ich will bloß nicht mehr fressen und kotzen. gegen eine essstörung habe ich gar nichts. ich glaube sogar viel mehr, dass ich ohne komplett aufgeschmissen wäre. ich kann nur ihre blicke nicht ertragen.
ich habe so schreckliche angst vor mir selbst.
Sonntag, 17. Juli 2011
kraftlos
fressen und kotzen.
fressen und kotzen.
fressen und kotzen.
drei mal in drei stunden. ich habe absolut keine kontrolle mehr, aber ich tue jetzt ganz einfach so, als wenn das nicht stimmt und beantworte eure blog awards. danke dafür.
ich habe drei awards bekommen und zwar von:
Kiwi
Tscheeny
Miss Hilarious
Vielen lieben Dank!
Regeln:
2. meine schwester ist 15cm kleiner als ich und wiegt circa zehn kilo mehr
3. ich würde meine haare gerne mal blond färben
4. ich habe mein auto schon zwei mal kaputt gefahren während ich unter drogeneinfluss stand
5. ich war heute mit meiner besten freundin im krankenhaus die pille danach holen (für sie, nicht für mich)
6. ich trage ein kleines goldenes herzarmband seit dem 1.1.2011 und habe es noch nie abgenommen
7. mein "rock am ring"-armband stinkt gerade gewaltig nach frischer kotze
keine kraft mehr, taube hände, schmerzender hals, verschmierte schminke, gänsehaut am ganzen körper, lila hände, viel zu früher zyklus.
alles verdammt scheiße.
um ganz ehrlich zu sein, war meine essstörung noch nie so kraftvoll, wie gerade. ich hoffe doch sehr, dass die magensäure langsam aber sicher meine organe frisst und ich irgendwann einfach umkippe, weil mein herz nicht mehr schlägt.
ich würde freiwillig sofort in eine klinik gehen, aber nicht mit diesem gewicht. wäre ich dünn, hätte ich mir vielleicht schon lange hilfe gesucht, aber so, wie ich derzeit aussehe, nimmt mir niemand ab, dass ich essgestört bin.
mir ist so kalt. eiskalt, denn ich bin eingefroren, in einer starre, aus der ich mich nicht zu befreien mag.
keinen nerv jetzt auch noch awards zu verleihen. vielleicht hole ich das nach, vielleicht werde ich den nächsten tag aber auch gar nicht mehr erleben. wer weiß. einschlafen und nie mehr aufwachen wünschen wir uns doch alle...
fressen und kotzen.
fressen und kotzen.
drei mal in drei stunden. ich habe absolut keine kontrolle mehr, aber ich tue jetzt ganz einfach so, als wenn das nicht stimmt und beantworte eure blog awards. danke dafür.
ich habe drei awards bekommen und zwar von:
Kiwi
Tscheeny
Miss Hilarious
Vielen lieben Dank!
Regeln:
- Bedanke dich.
- Schreibe 7 Dinge über dich selbst.
- Verleihe einen Award an weitere Blogs.
- Informiere sie über deine Awardverleihung.
2. meine schwester ist 15cm kleiner als ich und wiegt circa zehn kilo mehr
3. ich würde meine haare gerne mal blond färben
4. ich habe mein auto schon zwei mal kaputt gefahren während ich unter drogeneinfluss stand
5. ich war heute mit meiner besten freundin im krankenhaus die pille danach holen (für sie, nicht für mich)
6. ich trage ein kleines goldenes herzarmband seit dem 1.1.2011 und habe es noch nie abgenommen
7. mein "rock am ring"-armband stinkt gerade gewaltig nach frischer kotze
keine kraft mehr, taube hände, schmerzender hals, verschmierte schminke, gänsehaut am ganzen körper, lila hände, viel zu früher zyklus.
alles verdammt scheiße.
um ganz ehrlich zu sein, war meine essstörung noch nie so kraftvoll, wie gerade. ich hoffe doch sehr, dass die magensäure langsam aber sicher meine organe frisst und ich irgendwann einfach umkippe, weil mein herz nicht mehr schlägt.
ich würde freiwillig sofort in eine klinik gehen, aber nicht mit diesem gewicht. wäre ich dünn, hätte ich mir vielleicht schon lange hilfe gesucht, aber so, wie ich derzeit aussehe, nimmt mir niemand ab, dass ich essgestört bin.
mir ist so kalt. eiskalt, denn ich bin eingefroren, in einer starre, aus der ich mich nicht zu befreien mag.
keinen nerv jetzt auch noch awards zu verleihen. vielleicht hole ich das nach, vielleicht werde ich den nächsten tag aber auch gar nicht mehr erleben. wer weiß. einschlafen und nie mehr aufwachen wünschen wir uns doch alle...
Samstag, 16. Juli 2011
hilf mir
ich bin gerade erst im untergewicht angekommen, aber ich wünschte, ich hätte niemals angefangen abzunehmen. ich wünschte, ich hätte einfach ein bisschen darauf geachtet, was und wie viel ich esse.
ich kann nicht mehr, bin gerade einfach vor der toilette zusammengebrochen, lag auf dem boden, zitternd, tränen liefen mir aus den augen. minuten vergingen. ich weiß nicht, wie lange ich dort verbracht habe, ohne mich bewegen zu können oder zu wollen.
es ist einfach alles so furchtbar schwer.
übernimm die verantwortung für mich.
nimm die last von meinen schultern.
hilf mir.
bitte.
lass mich nicht allein zurück.
es ging mir selten so schlecht wie gerade.
ich kann nicht mehr, bin gerade einfach vor der toilette zusammengebrochen, lag auf dem boden, zitternd, tränen liefen mir aus den augen. minuten vergingen. ich weiß nicht, wie lange ich dort verbracht habe, ohne mich bewegen zu können oder zu wollen.
es ist einfach alles so furchtbar schwer.
übernimm die verantwortung für mich.
nimm die last von meinen schultern.
hilf mir.
bitte.
lass mich nicht allein zurück.
es ging mir selten so schlecht wie gerade.
ana und mia
ich habe angst, so große angst, dass ich anfange zu zittern und mir auf die wange beißen muss. meine hände sind zu fäusten geballt. ich hoffe, sie denken, die pizza im einkaufwagen meiner mutter ist für sie selbst. ich flehe, dass sie mich nicht ansehen, will ihren blicken entgehen, will mich verstecken, flüchten. verschwinden in mir selbst.
es ist das erste mal seit monaten dass ich etwas warmes essen werde und dieser gedanke macht alles zunichte, wofür ich gekämpft habe.
in meinem kopf drehen sich worte zu einem unverständlichen wirrwarr. ich will essen und es in mir behalten.
aber ich will abnehmen.
zu hause angekommen kann ich nicht abwarten, verschlinge ein stück tiefgefrorene ananas, bloß aus reiner lust. und ich wusste, ich würde die kontrolle verlieren.
vier stücke pizza landen in meinem magen, den rest verteile ich großzügig an meine familie.
'stopp! iss nicht weiter!', schreit ana.
'hau richtig rein! die kalorienzahl ist schon jetzt viel zu hoch, als dass du sie in dir behalten würdest!', schreit mia.
und ich gebe nach. esse, fresse. brötchen, brot. viel zu viel von allem: zucker, fett, kohlenhydrate, eiweiß. kalorien. doch es ist kein ende in sicht, bis mir schlecht wird vor übelkeit.
ich bin die letzte am tisch. alle anderen haben ihre mahlzeit längst beendet, doch ich esse weiter, blende ihre blicke aus, versuche ruhig zu bleiben, bringe mein geschirr in die küche und renne in mein zimmer.
jetzt befindet sich zusätzlich noch etwa ein liter flüssigkeit in mir, weil ich weiß, dass dann alles einfacher wieder hoch kommt.
ich werde dir antworten, rebecca, ich habe jedes wort gelesen und das nicht nur einmal. aber ich habe noch etwas zu erledigen, ich habe noch eine verabredung mit meiner toilette...
es ist das erste mal seit monaten dass ich etwas warmes essen werde und dieser gedanke macht alles zunichte, wofür ich gekämpft habe.
in meinem kopf drehen sich worte zu einem unverständlichen wirrwarr. ich will essen und es in mir behalten.
aber ich will abnehmen.
zu hause angekommen kann ich nicht abwarten, verschlinge ein stück tiefgefrorene ananas, bloß aus reiner lust. und ich wusste, ich würde die kontrolle verlieren.
vier stücke pizza landen in meinem magen, den rest verteile ich großzügig an meine familie.
'stopp! iss nicht weiter!', schreit ana.
'hau richtig rein! die kalorienzahl ist schon jetzt viel zu hoch, als dass du sie in dir behalten würdest!', schreit mia.
und ich gebe nach. esse, fresse. brötchen, brot. viel zu viel von allem: zucker, fett, kohlenhydrate, eiweiß. kalorien. doch es ist kein ende in sicht, bis mir schlecht wird vor übelkeit.
ich bin die letzte am tisch. alle anderen haben ihre mahlzeit längst beendet, doch ich esse weiter, blende ihre blicke aus, versuche ruhig zu bleiben, bringe mein geschirr in die küche und renne in mein zimmer.
jetzt befindet sich zusätzlich noch etwa ein liter flüssigkeit in mir, weil ich weiß, dass dann alles einfacher wieder hoch kommt.
ich werde dir antworten, rebecca, ich habe jedes wort gelesen und das nicht nur einmal. aber ich habe noch etwas zu erledigen, ich habe noch eine verabredung mit meiner toilette...
Freitag, 15. Juli 2011
weiter geht's!
natürlich bin ich nicht in der schule gewesen, nachdem ich dann doch eine ganze stunde diese nacht geschlafen habe...
bloß ein paar photos, ich muss wieder los, nein, ich will wieder los! seit 8 tagen am stück bin ich unter irgendwelchem drogeneinfluss und es ist kein ende in sicht.
bloß ein paar bilder.
'the monster inside us' werde ich antworten, sobald ich zeit habe.
bloß ein paar photos, ich muss wieder los, nein, ich will wieder los! seit 8 tagen am stück bin ich unter irgendwelchem drogeneinfluss und es ist kein ende in sicht.
bloß ein paar bilder.
'the monster inside us' werde ich antworten, sobald ich zeit habe.
Donnerstag, 14. Juli 2011
140711
wenn ich es mir recht überlege, habe ich die letzten tage nicht einen einzigen moment finden können, in dem ich ernsthaft über mich und mein leben nachdenke. und das ist auch gut so, denn ansonsten würde ich kein bisschen mehr klar kommen.
morgen schule und abends dann wieder schön auf minimal abgehen.
am dienstag habe ich dann übrigens meinen letzten termin bei meiner therapeutin, dann stehe ich wohl ohne da und ich weiß wirklich nicht, wie das enden soll.
eben schon wieder alles erbrochen, was ich überhaupt zu mir genommen hatte. jo, läuft. lila hände sind schließlich wünschenswert. vielleicht bin ich keine anorektikerin, aber bulimie habe ich definitiv. die frage ist nur, wann meine diagnose in anorexie purging type geändert wird... ich schwanke um die untergewichtsgrenze herum und versuche nicht völlig abzurutschen. wahrscheinlich ist es für ein wenigstens annähernd normales essverhalten wirklich schon zu spät.
morgen schule und abends dann wieder schön auf minimal abgehen.
am dienstag habe ich dann übrigens meinen letzten termin bei meiner therapeutin, dann stehe ich wohl ohne da und ich weiß wirklich nicht, wie das enden soll.
eben schon wieder alles erbrochen, was ich überhaupt zu mir genommen hatte. jo, läuft. lila hände sind schließlich wünschenswert. vielleicht bin ich keine anorektikerin, aber bulimie habe ich definitiv. die frage ist nur, wann meine diagnose in anorexie purging type geändert wird... ich schwanke um die untergewichtsgrenze herum und versuche nicht völlig abzurutschen. wahrscheinlich ist es für ein wenigstens annähernd normales essverhalten wirklich schon zu spät.
wo bleibt eigentlich der verdammte sommer?
alles bloß lüge
es wäre ja nicht so, als wenn ich nichts mehr im griff hätte. die letzte woche war nur einfach sehr.. naja.. speziell?
am dienstag hatte e., italiener, geburtstag und meine beste freundin und ich waren mit acht italienern in köln im nachtflug feiern. der junge hat 1300€ an diesem abend da gelassen und ich muss sagen, wenn ich von der nacht noch etwas wüsste, wäre sie wahrscheinlich in meiner persönlichen top ten liste der besten nächte sehr weit vorne. der drogenmix war auch wieder sehr beachtlich. zwei der jungs sind leider nicht rein gekommen, weil sie unpassend gekleidet waren, also haben wir mit acht leuten einfach mal im vip bereich 12liter alkohol vernichtet.
es ist ganz einfach. bleib nur ein stück zurück. leck deinen zeigefinger an und tipp hier rein. schmier dir das zeug einfach auf die zunge und dein zahnfleisch und geh ganz normal weiter dabei, damit es keiner mitbekommt.
sätze, erinnerungen finden ihren weg zurück in mein gedächtnis.
ich finde mich irgendwann auf der toilette wieder, der geldschein ist schon gerollt. ich habe keine ahnung, was ich die letzten stunden getan habe.
gestern dann bloß zwei stunden schlafen können und es ging schon weiter. diverse dinge geraucht und ordentlich alkohol dazu getrunken.
und nein, ich finde mich nicht cool. ich bin nicht in der skala nach oben gewandert, nur weil meine erfahrung mit rauschmitteln gewachsen ist. ganz im gegenteil. mit den meisten italienern habe ich sogar kaum etwas zu tun und doch habe ich fast jede nacht der letzten woche mit ihnen verbraqcht. sie kennen mich nicht, sie haben keine ahnung, was mit mir los ist, aber sie nehmen mich so, wie ich bin, sie akzeptieren mich, aber ich spiele ein falsches spiel, in dem ich meine wahren freunde belüge. sie wissen nichts von meinem drogenkonsum. für sie habe ich sogar schon vor zwei wochen aufgehört zu kiffen. joa, schade, dass ich seitdem noch weitaus mehr konsumiere, als vorher.
manchmal frage ich mich, ob bilder nicht oft lügen, die wahrheit verstecken. mir sieht niemand an, dass ich eine essstörung habe und im grunde genommen verhalte ich mich auch nicht dem entsprechend. zumindestens nicht in der öffentlichkeit. ich schaue mir das obige bild an, frage mich, wieso meine augen so kalt aussehen, so verloren irgendwie, ohne festen halt, ohne fixpunkt, nachdem ich mich richten könnte.
mein derzeitiges verhalten ist bloß eine andere art der flucht vor mir selbst, vor dem leben, vor verantwortung und vor der realität.
und aus dieser sackgasse finde ich keinen ausweg, weil ich ihn nicht einmal suche. ich war diese woche noch nicht eine einzige stunde in der schule. ich tue jetzt ganz einfach so, als wäre ich verantwortungsbewusst, gehe eine runde mit dem hund und spiele mir selbst weiterhin vor, alles wäre schön, ich selbst eingeschlossen.
entschuldigt den langen post.
am dienstag hatte e., italiener, geburtstag und meine beste freundin und ich waren mit acht italienern in köln im nachtflug feiern. der junge hat 1300€ an diesem abend da gelassen und ich muss sagen, wenn ich von der nacht noch etwas wüsste, wäre sie wahrscheinlich in meiner persönlichen top ten liste der besten nächte sehr weit vorne. der drogenmix war auch wieder sehr beachtlich. zwei der jungs sind leider nicht rein gekommen, weil sie unpassend gekleidet waren, also haben wir mit acht leuten einfach mal im vip bereich 12liter alkohol vernichtet.
es ist ganz einfach. bleib nur ein stück zurück. leck deinen zeigefinger an und tipp hier rein. schmier dir das zeug einfach auf die zunge und dein zahnfleisch und geh ganz normal weiter dabei, damit es keiner mitbekommt.
sätze, erinnerungen finden ihren weg zurück in mein gedächtnis.
ich finde mich irgendwann auf der toilette wieder, der geldschein ist schon gerollt. ich habe keine ahnung, was ich die letzten stunden getan habe.
gestern dann bloß zwei stunden schlafen können und es ging schon weiter. diverse dinge geraucht und ordentlich alkohol dazu getrunken.
und nein, ich finde mich nicht cool. ich bin nicht in der skala nach oben gewandert, nur weil meine erfahrung mit rauschmitteln gewachsen ist. ganz im gegenteil. mit den meisten italienern habe ich sogar kaum etwas zu tun und doch habe ich fast jede nacht der letzten woche mit ihnen verbraqcht. sie kennen mich nicht, sie haben keine ahnung, was mit mir los ist, aber sie nehmen mich so, wie ich bin, sie akzeptieren mich, aber ich spiele ein falsches spiel, in dem ich meine wahren freunde belüge. sie wissen nichts von meinem drogenkonsum. für sie habe ich sogar schon vor zwei wochen aufgehört zu kiffen. joa, schade, dass ich seitdem noch weitaus mehr konsumiere, als vorher.
manchmal frage ich mich, ob bilder nicht oft lügen, die wahrheit verstecken. mir sieht niemand an, dass ich eine essstörung habe und im grunde genommen verhalte ich mich auch nicht dem entsprechend. zumindestens nicht in der öffentlichkeit. ich schaue mir das obige bild an, frage mich, wieso meine augen so kalt aussehen, so verloren irgendwie, ohne festen halt, ohne fixpunkt, nachdem ich mich richten könnte.
mein derzeitiges verhalten ist bloß eine andere art der flucht vor mir selbst, vor dem leben, vor verantwortung und vor der realität.
und aus dieser sackgasse finde ich keinen ausweg, weil ich ihn nicht einmal suche. ich war diese woche noch nicht eine einzige stunde in der schule. ich tue jetzt ganz einfach so, als wäre ich verantwortungsbewusst, gehe eine runde mit dem hund und spiele mir selbst weiterhin vor, alles wäre schön, ich selbst eingeschlossen.
entschuldigt den langen post.
Montag, 11. Juli 2011
failed
ich sitze hier, obwohl ich eigentlich in der schule sein sollte. allein diese tatsache sollte mir zu denken geben.
gestern sind wir doch tatsächlich mit meinem auto nach holland gefahren, ab in einen coffee shop, was gekauft, geraucht und den rest wieder mit nach hause genommen. ich komme einfach auf mich selbst nicht klar. übrig ist davon übrigens quasi nichts mehr.
eben dann nach hause gekommen anstatt zur schule zu fahren und erstmal zwei löffel truxal geschluckt. das zeug steht seit einer ewigkeit im kühlschrank und niemand außer mir, nimmt es. naja, ich sollte es auch nicht mehr nehmen, tue ich aber trotzdem. wieso auch nicht, ich weiß ja, wie viel davon ich vertrage. hoffe ich doch. selbstmedikation ist sowieso immer das beste...
esstechnisch läuft es fragwürdig. habe eine kalorienzahl gefunden, unter der ich mein gewicht halte, aber nicht ab- oder zunehme, das ist zwar nicht wünschenswert, aber wenigstens wird die zahl nicht größer. im moment geht es nicht anders durch die von den drogen verursachten fressattacken. obwohl das keine ausrede ist, beeinflusst es meinen tagesrythmus immens.
ich bin echt auf meinem leben hängen geblieben.
in meinem blut ist derzeit zu finden:
gras, piece, speed und koks. alkohol baut sich glücklicherweise ja schneller ab.
übrigens bin ich ziemlich krank, aber das bin ich selbst schuld. mein kompletter kopf ist dicht, deswegen lege ich mich jetzt auch mit meinem iphone ins bett und lasse die welt in ruhe.
ich bin einfach nur arm.
gestern sind wir doch tatsächlich mit meinem auto nach holland gefahren, ab in einen coffee shop, was gekauft, geraucht und den rest wieder mit nach hause genommen. ich komme einfach auf mich selbst nicht klar. übrig ist davon übrigens quasi nichts mehr.
eben dann nach hause gekommen anstatt zur schule zu fahren und erstmal zwei löffel truxal geschluckt. das zeug steht seit einer ewigkeit im kühlschrank und niemand außer mir, nimmt es. naja, ich sollte es auch nicht mehr nehmen, tue ich aber trotzdem. wieso auch nicht, ich weiß ja, wie viel davon ich vertrage. hoffe ich doch. selbstmedikation ist sowieso immer das beste...
esstechnisch läuft es fragwürdig. habe eine kalorienzahl gefunden, unter der ich mein gewicht halte, aber nicht ab- oder zunehme, das ist zwar nicht wünschenswert, aber wenigstens wird die zahl nicht größer. im moment geht es nicht anders durch die von den drogen verursachten fressattacken. obwohl das keine ausrede ist, beeinflusst es meinen tagesrythmus immens.
ich bin echt auf meinem leben hängen geblieben.
in meinem blut ist derzeit zu finden:
gras, piece, speed und koks. alkohol baut sich glücklicherweise ja schneller ab.
übrigens bin ich ziemlich krank, aber das bin ich selbst schuld. mein kompletter kopf ist dicht, deswegen lege ich mich jetzt auch mit meinem iphone ins bett und lasse die welt in ruhe.
ich bin einfach nur arm.
Samstag, 9. Juli 2011
minimal
verdammte scheiße.
ich bin um 12:15uhr heute mittag ins bett gegangen. diese nacht war einfach nur viel zu krass.
zigaretten, alkohol, gras, hasch, koks, minimal musik.
ich habe 60min am stück auf minimal getanzt und bin durch den ganzen raum gesprungen. alles war mir egal. ich WAR die musik, ich WAR der bass. bin einfach nur in meiner eigenen welt gewesen und hab den krassesten typen der ganzen welt kennengelernt. so einen korrekten menschen gibt es glaube ich nur ein einziges mal auf der ganzen erde. er dealt, bzw. zieht ab und an selbst, hat mich eingeladen auf eine nase und sogar noch was für das nächste mal besorgt. für mich komplett kostenlos.
heute morgen saßen wir dann von 6uhr an draußen und haben pläne geschmiedet, wie wir das wochenende noch völlig ausnutzen können. morgen geht es also entweder nach leverkusen zu den pollerwiesen oder nach holland in den coffee shop.
mein körper tut weh. ich entziehe ja auch gerade quasi. nachwirkungen der nacht würde ich einfach mal sagen. ich kann nicht mehr. nur wenn ich mich bewege, wenn ich richtig krass tanze, rave, shuffle, habe ich keine schmerzen. und das ziehen ist schon ungefähr 16 stunden her. oh man.
aber ich muss euch ganz dringend lieder zeigen, die einfach viel zu sehr abgehen.
auf solche musik stehe ich.
seit gestern habe ich also nun wirklich keine würde mehr. aber egal. ich scheiß drauf. wenigstens kann ich sagen, dass ich meine jugend voll ausgenutzt habe!
ach und übrigens darf ich mich seit gestern stolze besitzerin eines weißen iphone 4 nennen!
ich bin um 12:15uhr heute mittag ins bett gegangen. diese nacht war einfach nur viel zu krass.
zigaretten, alkohol, gras, hasch, koks, minimal musik.
ich habe 60min am stück auf minimal getanzt und bin durch den ganzen raum gesprungen. alles war mir egal. ich WAR die musik, ich WAR der bass. bin einfach nur in meiner eigenen welt gewesen und hab den krassesten typen der ganzen welt kennengelernt. so einen korrekten menschen gibt es glaube ich nur ein einziges mal auf der ganzen erde. er dealt, bzw. zieht ab und an selbst, hat mich eingeladen auf eine nase und sogar noch was für das nächste mal besorgt. für mich komplett kostenlos.
heute morgen saßen wir dann von 6uhr an draußen und haben pläne geschmiedet, wie wir das wochenende noch völlig ausnutzen können. morgen geht es also entweder nach leverkusen zu den pollerwiesen oder nach holland in den coffee shop.
mein körper tut weh. ich entziehe ja auch gerade quasi. nachwirkungen der nacht würde ich einfach mal sagen. ich kann nicht mehr. nur wenn ich mich bewege, wenn ich richtig krass tanze, rave, shuffle, habe ich keine schmerzen. und das ziehen ist schon ungefähr 16 stunden her. oh man.
aber ich muss euch ganz dringend lieder zeigen, die einfach viel zu sehr abgehen.
auf solche musik stehe ich.
seit gestern habe ich also nun wirklich keine würde mehr. aber egal. ich scheiß drauf. wenigstens kann ich sagen, dass ich meine jugend voll ausgenutzt habe!
ach und übrigens darf ich mich seit gestern stolze besitzerin eines weißen iphone 4 nennen!
Donnerstag, 7. Juli 2011
im rausch
weiter geht's.
sechs stunden in der schule gewesen, dann mit zwei joints den kopf zugedröhnt. jetzt gehe ich erstmal eine stunde schlafen, dann esse ich was. ich hoffe nur, dass es nicht wieder so eine orgie wird, wie gestern. dann gehe ich duschen, zieh mich um, trink im zug vor, geh feiern, trinke, rauche, kiffe, schlafe höchstens zwei stunden und gehe wieder für sechs stunden in die schule. dann gehe ich mit meiner mutter in die stadt und sie kauft mir endlich das ersehnte i-phone 4 in weiß, fahre nach hause, gehe schlafen, essen, duschen, vor trinken im zug und wieder feiern.
sollte ich am sonntag wirklich noch ansprechbar sein in irgendeiner weise, ist etwas in meinem plan vollkommen schief gelaufen.
vermutlich werde ich also das nächste mal sonntag bloggen.
übrigens weder zu-, noch abgenommen. weiterhin 55,7kilo, BMI 18,40
sechs stunden in der schule gewesen, dann mit zwei joints den kopf zugedröhnt. jetzt gehe ich erstmal eine stunde schlafen, dann esse ich was. ich hoffe nur, dass es nicht wieder so eine orgie wird, wie gestern. dann gehe ich duschen, zieh mich um, trink im zug vor, geh feiern, trinke, rauche, kiffe, schlafe höchstens zwei stunden und gehe wieder für sechs stunden in die schule. dann gehe ich mit meiner mutter in die stadt und sie kauft mir endlich das ersehnte i-phone 4 in weiß, fahre nach hause, gehe schlafen, essen, duschen, vor trinken im zug und wieder feiern.
sollte ich am sonntag wirklich noch ansprechbar sein in irgendeiner weise, ist etwas in meinem plan vollkommen schief gelaufen.
vermutlich werde ich also das nächste mal sonntag bloggen.
übrigens weder zu-, noch abgenommen. weiterhin 55,7kilo, BMI 18,40
Mittwoch, 6. Juli 2011
das große fressen.
und noch eine runde mit fast unerträglichen schmerzen darauf warten, dass ich mich in ruhe über die toilette hängen kann und ihr vor die füße kotze. ich will den geschmack des essens gar nicht. ich habe keinen appetit darauf. ich esse, nein fresse einzig aus dem grund, um danach zu erbrechen, weil das gefühl der hoch steigenden magensäure derzeit das einzige ist, was mir wenigstens irgendetwas fühlen lässt. auf diesen moment arbeite ich den ganzen tag hin, in dem ich keine kalorien zu mir nehme und darauf warte, dass alles für meine fressaktion perfekt ist.
ein großes dankeschön an mich selbst. ich hasse mich ja noch nicht genug.
photos VOR dem großen fressen.
ich glaube, die hose macht mich fett. ach nee, das bin ich ja auch so. ich scherzkeks. keks. versteht ihr? kalorien. zucker. fett. schokolade. all das, was unter anderem gerade in mir steckt.
ich hasse, hasse, hasse, hasse, hasse mich.
was ich euch ebenfalls nicht verschweigen will ist, dass ich es bloß zwei tage ohne gras ausgehalten habe. ich bin wieder drauf, genauso, wie vorher auch. noch dazu habe ich jetzt weitere kontakte geknüpft. ab jetzt könnte ich ohne probleme nicht nur an speed, sondern auch an koks kommen. yeay. wie wäre es, wenn ich mich noch mehr verscheppere? ich weiß schon jetzt nicht mehr, welcher tag heute ist bzw. was ich in den letzten tagen gemacht habe. kurzzeitgedächtnis? negativ.
ein großes dankeschön an mich selbst. ich hasse mich ja noch nicht genug.
photos VOR dem großen fressen.
ich glaube, die hose macht mich fett. ach nee, das bin ich ja auch so. ich scherzkeks. keks. versteht ihr? kalorien. zucker. fett. schokolade. all das, was unter anderem gerade in mir steckt.
ich hasse, hasse, hasse, hasse, hasse mich.
was ich euch ebenfalls nicht verschweigen will ist, dass ich es bloß zwei tage ohne gras ausgehalten habe. ich bin wieder drauf, genauso, wie vorher auch. noch dazu habe ich jetzt weitere kontakte geknüpft. ab jetzt könnte ich ohne probleme nicht nur an speed, sondern auch an koks kommen. yeay. wie wäre es, wenn ich mich noch mehr verscheppere? ich weiß schon jetzt nicht mehr, welcher tag heute ist bzw. was ich in den letzten tagen gemacht habe. kurzzeitgedächtnis? negativ.
Dienstag, 5. Juli 2011
leben, werde leichter!
ich werde leichter, doch mein leben nicht. es rennt in die andere richtung, macht alles komplizierter.
nach nur zwei stunden schule durchquere ich den suepermarkt. ich bin die einzige, die bei den temperaturen draußen ihre daunenjacke trägt und immer noch friert.
ich stehe lange, viel zu lange vor dem regal mit joghurts, greife nach einem 0,1% fett joghurt, sehe auf die kalorienangaben, denke nach, vergleiche die verschiedenen marken untereinander. optiwell, schießt es mir in den kopf. mein blickt streift jeden becher des kühlregals, suchend., bis ich ihn gefunden habe. 46kcal pro 100g. plötzlich sehe ich diät milchreis mit 85kcal pro 100g. ich würde ihn so gerne kaufen, kämpfe mit mir, rechne, was ich dafür auslassen müsste, sehne mich so sehr nach dem geschmack, doch ich weiß, dass ich nicht darf, dass es zu viel wäre. tränen schießen mir in die augen, als ich den becher zurück stelle. ich will mich auf den boden setzen, will zusammen brechen dürfen, aber ich weiß, dass ich kämpfen muss, dass ich stark sein muss, dass ich weiter machen muss, jetzt, wo ich so weit gekommen bin, wo ich das ziel beinahe erreicht habe.
ich straffe meine schultern, atme tief ein und erfreue mich daran, dass meine beine sich beim verlassen des ladens nicht berühren.
es wird schwieriger, weil ich kommentare bekomme, die ich nicht aushalten kann.
pädagogik-unterricht heute nachmittag, wieder einmal besagte lehrerin)
ich hab erzählt, dass ich einen iq test gemacht habe, weil sie das thema intelligenz hatten, darauf fragt sie mich, wo ich ihn denn bitte gemacht habe? meine antwort?
"im sana" (städtisches krankenhaus hier, das die psychiatrie station für kinder und jugendliche beinhaltet und in der ich war.)
anstatt einer antwort, sieht sie mich 20sek lang stumm an, während die blicke des kompletten kurses auf mich gerichtet sind.
dann, am ende der stunde, als alle gerade aufgestanden waren (ich auch), fragt sie in einer lautstärke, sodass es alle hören konnten: "sag mal, wieso hast du eigentlich nicht bei germany's next topmodel mitgemacht?"
ich drehe mich in zeitlupe um, spüre wieder die blicke der anderen auf meinen körper gerichtet. mir wird warm und ich bin sprachlos über ihre dreistigkeit, finde im ersten augenblick keine worte, schleudere ihr bloß ein "denken sie mal nach, frau w." entgegen und verlasse den raum.
unglaublich diese frau.
dazu war ich dann noch im h&m und habe mir einfache schwarze tops in größe xs gekauft, da m langsam doch ein wenig weit wurde. aus reiner neugier habe ich dann die kinderabteilung betreten und ein tolles oberteil gefunden. ja, schade, gibt's nicht in meiner größe. ich will das schicksal herausfordern und nehme es in größe 146/152 mit. "10-12 yrs" steht auf dem schild. ich verstecke das blaue oberteil hinter meinen tops aus der damenabteilung und betrete die umkleidekabine.
wäre es an der brust ein kleines wenig weiter gewesen, hätte ich es gekauft.
nach nur zwei stunden schule durchquere ich den suepermarkt. ich bin die einzige, die bei den temperaturen draußen ihre daunenjacke trägt und immer noch friert.
ich stehe lange, viel zu lange vor dem regal mit joghurts, greife nach einem 0,1% fett joghurt, sehe auf die kalorienangaben, denke nach, vergleiche die verschiedenen marken untereinander. optiwell, schießt es mir in den kopf. mein blickt streift jeden becher des kühlregals, suchend., bis ich ihn gefunden habe. 46kcal pro 100g. plötzlich sehe ich diät milchreis mit 85kcal pro 100g. ich würde ihn so gerne kaufen, kämpfe mit mir, rechne, was ich dafür auslassen müsste, sehne mich so sehr nach dem geschmack, doch ich weiß, dass ich nicht darf, dass es zu viel wäre. tränen schießen mir in die augen, als ich den becher zurück stelle. ich will mich auf den boden setzen, will zusammen brechen dürfen, aber ich weiß, dass ich kämpfen muss, dass ich stark sein muss, dass ich weiter machen muss, jetzt, wo ich so weit gekommen bin, wo ich das ziel beinahe erreicht habe.
ich straffe meine schultern, atme tief ein und erfreue mich daran, dass meine beine sich beim verlassen des ladens nicht berühren.
es wird schwieriger, weil ich kommentare bekomme, die ich nicht aushalten kann.
pädagogik-unterricht heute nachmittag, wieder einmal besagte lehrerin)
ich hab erzählt, dass ich einen iq test gemacht habe, weil sie das thema intelligenz hatten, darauf fragt sie mich, wo ich ihn denn bitte gemacht habe? meine antwort?
"im sana" (städtisches krankenhaus hier, das die psychiatrie station für kinder und jugendliche beinhaltet und in der ich war.)
anstatt einer antwort, sieht sie mich 20sek lang stumm an, während die blicke des kompletten kurses auf mich gerichtet sind.
dann, am ende der stunde, als alle gerade aufgestanden waren (ich auch), fragt sie in einer lautstärke, sodass es alle hören konnten: "sag mal, wieso hast du eigentlich nicht bei germany's next topmodel mitgemacht?"
ich drehe mich in zeitlupe um, spüre wieder die blicke der anderen auf meinen körper gerichtet. mir wird warm und ich bin sprachlos über ihre dreistigkeit, finde im ersten augenblick keine worte, schleudere ihr bloß ein "denken sie mal nach, frau w." entgegen und verlasse den raum.
unglaublich diese frau.
dazu war ich dann noch im h&m und habe mir einfache schwarze tops in größe xs gekauft, da m langsam doch ein wenig weit wurde. aus reiner neugier habe ich dann die kinderabteilung betreten und ein tolles oberteil gefunden. ja, schade, gibt's nicht in meiner größe. ich will das schicksal herausfordern und nehme es in größe 146/152 mit. "10-12 yrs" steht auf dem schild. ich verstecke das blaue oberteil hinter meinen tops aus der damenabteilung und betrete die umkleidekabine.
wäre es an der brust ein kleines wenig weiter gewesen, hätte ich es gekauft.
Abonnieren
Posts (Atom)

















