Sonntag, 24. November 2013

Ich blogge schon eine ganze Weile nicht mehr, aber sollte ich es doch tun, dann auf diesem Blog:

Lebensnichtig

Er ist noch ganz neu und besonders am Design wird sich nocht einiges tun. Ich freue mich auf jeden Leser, der meinen 'neuen' Blog weiter verfolgt.

Donnerstag, 1. August 2013

was, wenn es so wäre...?

manchmal läuft man schon lang weiter, während man zurückblickt, auf sein altes ich und versehentlich denkt, man stünde dort noch immer.

ich bin hier und doch wieder nicht. besuche diese seite, logge mich ein, öffne meinen blog, der doch so gar nicht mehr zu mir zu gehören scheint. so weit entfernt die gedankenfetzen, so fremd und trotzdem vertraut. all das, die letzten drei jahre sind hier festgehalten worden. viele rückschläge, viele niederlagen, viele zusammenbrüche; nicht aber der letzte teil meines weges.

die dunkelheit der depression hatte mich umzingelt, mir den blick nach draußen, in die zukunft versperrt. irgendwann gab ich auf, setzte mich zur ruhe, ergab mich meinem schicksal. ich wohnte in der depression, mietfrei, aber mit pflichten denen ich nachgehen musste, mit worten, die mir in meinen kopf gelegt wurden. es gefiel mir gut, denn es war ein einfaches leben. ich war nicht herr meiner selbst, sondern fremdbestimmt, doch merken konnte ich es zu keinem zeitpunkt.
schritt für schritt bin ich ausgezogen. habe erst gekündigt und dann die helfende hand an meiner seite angenommen, mich auf die richtige seite führen lassen.
ab und an blicke ich zurück und sehe die depression am fenster stehen, winkend, einladend. zuweilen schaue ich vorbei, besuche sie, übernachte dort, doch meistens winke ich bloß zurück und entferne mich so schnell wie möglich von ihr. die rufe hallen noch lange nach. 
diese zeit. sie bringt mich oft in verlegenheit, lässt menschen über mich urteilen, ohne mich zu kennen. ich schäme mich manchmal dafür. für den selbsthass den ich mir noch immer entgegen bringe, die narben, die fressgelage und hungerstreiks, die unzähligen männer mit denen ich geschlafen habe und die wenigen namen die ich dazu kenne. bloß um wenigstens irgendetwas zu fühlen, selbst wenn es nur die tatsache ist, benutzt zu werden.

ich bin noch lange nicht angekommen, habe mich noch längst nicht gefunden. noch immer habe ich angst vor dem leben, will nicht auf  mich allein gestellt sein, will nicht altern und nichts neues erleben, will dem leben nicht auf den grund gehen. doch manchmal muss man erst den moment erleben, um ihn lieben zu können. nur fühlen für einen moment, nur diese forderungslose liebe und unterstützung, die er mir entgegen bringt. unglaublich beruhigend und gleichzeitig unglaublich furchterregend.
ich habe lange nachgedacht. der gedanke, verlassen zu werden raubt mir immer noch den atem und das gefühl was sich in mir breit macht, bei der kleinsten streitigkeit, ist mit nichts in der welt zu vergleichen. ich wollte mich nicht binden und ich wollte mich niemandem öffnen, nicht mein innerstes preisgeben. was, wenn er es einfach nimmt und weg rennt? oder die toilette hinunter spült?

ist diese angst unbegründet? und was wenn es so wäre, und er doch gehen sollte...?


Abiball Juni 2013
Zeugnisvergabe Juni 2013
                                                         


                                                            Schweiz und Mailand






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obwohl ich nicht mehr schreibe, lese ich doch ab und an noch eure blogs. ich denke so oft an so viele von euch und ich bin bestürzt und aufrichtig erfreut zu lesen, dass so viele von euch noch immer hinter mir stehen. VIELEN DANK!

Mittwoch, 27. März 2013

last chance


was ist mit uns mädchen, die schon in frühen jahren die schwerste zeit ihres gesamten lebens durchmachen mussten? was ist mit denen, die ernstgemeinte suizidversuche überlebt haben, die sich heruntergehungert haben an die grenze zum tod, die ihren körper mit messern verwundet und gezeichnet haben - und trotzdem noch auf dieser erde weilen.

ich war vor einigen tagen bei einem erstgespräch mit einer wirklich sympathischen frau. direkt im vorhinein: ich werde keine weitere ambulante oder stationäre therapie machen in nächster zeit.
ich tues dies nicht oft, aber ich habe ehrlich mit ihr gesprochen und eine ehrliche rückmeldung erhalten.
sie sagte mir, ich sei eine sehr starke junge frau, die gelernt hat, mit ihren krankheiten zu leben. und wisst ihr was? es stimmt. verdrängung statt analyse, ausblendung statt verarbeitung.
was ist mit mädchen, wie mir, die irgendwie klar kommen und doch nicht wissen wohin mit sich selbst, die immer wieder hin und hergerissen sind vom lebens- und vom todestrieb. wir leben zwar, aber doch halten wir so viel in uns fest, zeigen niemandem, was uns bewegt.
ich bin ein krüppel, nicht in der lage zu fühlen wie der großteil der menschheit. ich lasse die extremen negativen gefühle nicht zu, kann sie nicht zulassen. vielleicht bin ich deshalb nicht in der lage, empathie oder glück zu empfinden.

was ist, wenn uns etwas grundlegendes fehlt? wenn unser kopf gefüllt war von krankhaften illusonen, während eigentlich wichtige kognitive strukturen und unsere identität gebildet werden sollten?

ich werde herausfinden, wie kaputt ich bin, wie viel mir fehlt, wie viel verloren gegangen ist.
kuba, chile, argentinien. wenn ich danach nicht an mir selbst gewachsen bin, gebe ich mich auf.

Mittwoch, 27. Februar 2013

tell them I was happy and my heart is broken

I remember years ago, 
someone told me I should take 
caution when it comes to love, 
I did. 
(Shontelle - Impossible)

 ich habe mich verändert. aber vielleicht tun wir das auch alle, ständig, in jedem moment unseres lebens. werden ein stück weniger unseres alten selbst und ein stück mehr ich.

ich mache gerade mein abitur, habe nur noch unglaubliche 17 tage schule vor mir, vor den großen prüfungen, vor der reifeprüfung. und danach? bauchschmerzen plagen mich, aber wen schon nicht.
ich weiß nicht genau wie, aber ich überstehe die tage, lebe vielleicht auch manche. mit starken schultern neben mir, mit tiefen blicken, die doch nichts von mir wissen.
er fragt nicht. er schweigt und genießt, denn es geht um das gefühl dabei. kein wort hat seine lippen verlassen, das mich auf meine narben anspricht, auf mein essverhalten, auf meine vergangenheit. ob das gut ist oder nicht, weiß ich nicht. ich würde ihm gern so vieles anvertrauen. aber wie? die methode fehlt mir. 
ich weiß nicht, ob ich echt bin, ob ich ich selbst bin, wenn ich mit quitschender stimme neben ihm liege und alles um mich herum vergesse oder aber, wenn ich mit schwerer seele nachdenke über all das, was passieren könnte, passiert ist. 
es würde so gut passen.
es wäre gut.
die vorraussetzungen wären erfüllt.
aber sobald ich einige zeit mit jemandem verbracht habe, 'langweilt' er mich, verliert irgendwie seinen reiz. spätestens nach dem ersten gemeinsamen mal, wird er zu einem spielzeug, das für mich da ist, wenn ich es will. gegenseitigkeit ist mir fremd, empathie noch viel fremder. 
es ist komisch, so über sich selbst zu reden, so kalt, so unnerreichbar. 

während ich das schreibe, steigt mir 'dark temptation' in die nase, sein deo, sein geruch. die letzte nacht haftet an mir und zweifel kommen auf.
ich bin seine erste freundin, ich dürfte es ihm niemals antun, ihn einfach wieder fallen zu lassen. er wird 19, ich werde 20, zwei tage zuvor. wir werden unser abitur zusammen machen und wir werden auf dem abiball zusammen tanzen.



ich bin keine bulimikerin mehr. endlich nicht mehr.
dafür zwinge ich mir jetzt jeden bissen einzeln rein, betrete die waage nicht mehr, esse nur weiter, wenn mein bauch nicht schon zu weit heraus steht, wenn mein magen nicht zu gefüllt ist.