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Freitag, 20. April 2012

the pain inside won't leave

die hoffnung stirbt, für jetzt, für gleich, für heute und für morgen. in mir ist bloß diese laute leere. verlassen, verwüstet, verloren. es ist nichts in mir, nichts an mir, woran es noch zu glauben gilt.
mir fehlt die motivation mein leben in die hand zu nehmen, zu kämpfen, zu siegen. ja, es überhaupt zu probieren. 

es ist alltag eingekehrt. aber nicht in meinen gedanken. es bleibt bloß alles oder nichts. viel zu oft ist es das nichts, welches mich aufrecht gehen lässt, denn wenn die farben erst einmal alle verschwunden sind, wenn die leere im magen, zur leere im kopf wird, lässt es sich leichter durch diese welt laufen. wichtige fragen stellen sich gar nicht mehr. zumindestens glaube ich das, ob es der wahrheit entspricht, mag ich nicht zu sagen, verstehe ich doch kein einziges wort, das aus den mündern der menschen um mich herum sprudelt. 
und manchmal, da fehlen einfach die worte, um zu beschreiben, wie viele emotionen in mir warten, wie viele worte gerne gesagt werden würden und wie viele gedanken offen dargelegt werden wollen. 
meistens überragt aber die gleichgültigkeit alles, was in irgendeiner weiseproduktiv für mich sein könnte.



mit jemandem reden, einfach bloß reden. ich könnte nicht einmal antworten, mit dieser matsche im kopf.
von jemandem gehalten werden. ich könnte es nicht ertragen, von einem anderen menschen angefasst zu werden.
mit jemandem schweigen. ja, das könnte ich. denn im grunde genommen bin ich nur noch am hängen. gedanklich, physisch, psychisch.

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die letzten wochen waren nicht einfach für mich. entschuldigt, dass ich selten gebloggt und kommentiert habe. es war zu viel von allem: drogen, essen, brechen, alkohol, gewicht, party. exzesse vom feinsten.

montag noch ein fettes schwein,
freitag sieht man die knochen.
sag mir, wie kann das alles sein?
bin ich schon zerbrochen?

size zero, ich komme wieder.

Samstag, 25. Februar 2012

siebenundzwanzig zimmer, die zweite

sturmfrei in der villa, was will man mehr? kilometerweit keine nachbarn, keine eltern. niemand. bloß wir, zu viel gras und zu viel wodka.
genau das brauche ich heute.

zeitnot.





55,4

Samstag, 21. Januar 2012

worte des tages

sechs stunden unterricht gehabt, nachmittagsunterricht geschwänzt, weil kiffen mehr spaß macht, als schule.
zwei stücke pizza gegessen.

breit und aufgeregt zu meinem therapeuten gefahren, leicht dissoziiert.
"wie groß ist die wahrscheinlichkeit, dass sie unter diesen umständen ihr abitur schaffen?"
"sehr groß."
"dann machen sie einfach weiter wie bisher."

"sie müssen jetzt kleinschrittig denken. mal einen tag ohne, dann zwei. da eine stationäre therapie aufgrund ihrer schulischen laufbahn nicht möglich ist und eine medikamentöse aufgrund ihres cannabis konsums ausgeschlossen ist, melden sie sich wieder, wenn sie fortschritte gemacht haben."

eingedeckt für das wochenende beim schwarzen mann. negerkuss.
"hallo, gegen dich kann ich mich eh nicht wehren!"
 "ich weiß. auf alten pferden lernt man reiten."
nur gegen sex werde ich die geliehenen zehn euro wiederbekommen.

auf dem weg nach hause die zeit ausgerechnet, die mir für eine fressorgie reicht und diese erfolgreich ausgeführt.
jogginghose, 93€ für getränke und kippem, magnatkugeln, die nicht aufeinander stehen.
putzen, altglas wegbringen, pfandflaschen sortieren. dafür den nächsten kasten bier einplanen.
erstmal ne runde chillen und karten spielen, "denn das fördert die gehirnaktivität." 
mit einer hand spielen, weil die andere das rauschmittel hält. zweimal, dreimal, viermal oder mehr. wer zählt schon mit.
"12 punkte in sport machen sich gut auf dem zeugnis."

leere straßen, weil die autos vom nebel verschluckt worden sind.
eine packung toast ist eine leichtigkeit.
wasser, apfel, kippe.
posten, damit ihr wisst, dass es mir gut geht. und jetzt schlafen. bloß schlafen.

Montag, 2. Januar 2012

JAHRESRÜCKBLICK

kaum erblicke ich die 54 auf der waage, begrüßt mich auch meine periode wieder. umdrehen möchte ich, wieder in die andere richtung sehen, gehen, rennen, flüchten. zurück zu den anfängen, zu der sicherheit, zu der selbstzerstörung.
wie kann ich es als richtig ansehen, zuzunehmen, wenn für mich bloß nachteile übrig bleiben?
dieses gefühl, meine rippen nicht mehr so deutlich zu spüren, den schulterknochen nicht mehr so deutlich zu sehen. alles verschwindet langsam unter einer fettschicht, einer widerlichen schutzschicht, die mein körper eigenständig bildet - um mich am leben zu erhalten?

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Jahresrückblick 2011

JANUAR

rote haare, geschlossene, neue stationäre therapie in essen, wunderbare mitpatienten.
selbstverletzung, depressionen, dissoziation. bulimie.
64kg


FEBRUAR


mit F. zusammen gekommen, am berufskolleg angemeldet, besuch bekommen von T.,
viel dissoziiert, viel gebrochen. 
 neue freunde für's leben gefunden.
62kg


MÄRZ
 18 geworden, rose auf meinem bett
kaum disso's, weniger depressionen.
63kg

APRIL









 entlassung, schmetterlinge im bauch, rheinufer mit den besten,
abmeldung vom alten gymnasium, NEW YORK, mäcces
wenig selbstverletzung.
60kg

MAI










 mai kirmes, schlaflose nächte, freude vs. trauer, TATTOO,
gruppentherapie, gras und speed, 
im kindergarten arbeiten!
bulimie, bulimie, bulimie
58kg


JUNI







 Rock am Ring - coldplay, kings of leon, the pretty reckless, mando diao.
beziehungs aus mit F., jeans size zero, 18. geburtstag von der besten
kalorien zählen, abnehmen.
6.6. letzte selbstverletzung (ausnahme: rückfall)
57kg


JULI










 neues tiefstgewicht, gras und koks, exzessive nächte,
minimal und techno musik vom feinsten, wenig schlaf,
wieder anmeldung am alten gymnasium, kindergröße
54kg

AUGUST








 Golden Sands, skunk, beinahe V***, SIE, musik, magen-darm,
peguera, gutes essen, brechen im urlaub, braun werden,
SONNE
54-57kg


SEPTEMBER







 schulbeginn, überall FETT, mama wird 50,
"deine schwester ist ja jetzt fast so dünn, wie du!", drogensucht,
bulimie, depression.
60-57kg


OKTOBER









klausurphase, drogen, weniger werden, 
blog wurde entdeckt, nur noch ausgewählte leser,
zukunftsangst, bulimie.
57kg


NOVEMBER







 AMSTERDAM, coffee shops, rotlichtviertel, 
essen, essen, esssen,
abnehmen, 17er-bmi, entzugserscheinungen
53kg


DEZEMBER








 diagnose magersucht, neuer therapeut, kiffen, 
forderung zuzunehmen, 3 FA's sind standard,
hochzeit meiner eltern. 2012
52kg