Dienstag, 15. März 2011

in meinen augen, hat sich nichts verändert.

seit dem 25.2.2011 sollte sich mein leben eigentlich verändert haben: ich bin (endlich!) mit f. zusammen. das letzte wochenende war wunderschön mit ihm, aber wenn ich jetzt an ihn denke, ist da nichts als leere in mir. und schuld, weil er es eigentlich verdient hätte, dass ich ihn vermisse. ich weiß nicht, ob es halten wird, aber ich hoffe es, hoffe, dass ein wenig stabilität in meine welt gebracht wird.

ich habe von meiner schwester 5 tage new york geschenkt bekommen! los gehts am 22.4. das setzt mich ziemlich unter druck und seit gestern kann ich nichts mehr essen. wurde aber auch langsam mal wieder zeit. durchgehalten habe ich gestern bis zu einer fressattacke, nach der ich erbrochen habe. kein gutes fazit, aber heute wird es besser! bisher habe ich nichts gegessen und das soll auch so bleiben. bin gespannt, was die waage am mittwoch sagen wird. ich hoffe so sehr, dass ich endlich wieder abgenommen habe.
ich fühle mich zumindestens ein wenig so. leichter. mein kreislauf hält das aber nicht lange durch, denn ich merke jetzt schon, dass mir schwindelig und schwarz vor augen wird, wenn ich aufstehe. aber was soll's, genau das will ich ja!
jetzt gleich habe ich ein familiengespräch mit meinen eltern und absolut keine lust darauf.
übrigens werden meine medikamente jetzt abgesetzt, was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht wirklich, aber irgendwie wird es schon klappen.
von einer entlassung ist immer mal wieder die rede, aber pläne haben sie noch keine. morgen bin ich schon 10 lange wochen hier und das einzige, was ich will, ist, kiffen, hungern, schneiden, fressen, kotzen, trinken. aber ich halte mich zurück, weil ich sonst rausgeworfen würde und das alles keinen sinn gehabt hätte.
in meinen augen, hat sich nichts verändert.

Dienstag, 8. März 2011

happy birthday to me.

viel zu viele menschen um mich herum.
fröhlichkeit, lachende gesichter. und ich? mitten drin.
kuchen gegessen und, wie konnte es auch anders sein, wieder erbrochen. super. nicht einmal an deinem geburtstag schaffst du es, annähernd so zu tun, als wärst du gesund.
ich muss jetzt duschen, nur um zurück nach essen zu fahren und dort weiter zu fressen.
man, ich bin echt stolz auf mich.
und jetzt drifte ich auch noch ab. langsam, aber merklich. zumindestens für mich. das kann ja eine heitere autofahrt werden...

Sonntag, 6. März 2011

eine halbe flasche asti ist schon geleert.
prost, mädels.

Samstag, 5. März 2011

aus traum wird albtraum.

am anfang ist bulimie das schönste, was es gibt.
die hungerzeiten sind endlich vorbei.wenn du das erste mal all das, worauf du so lange verzichtet hast, wieder schmeckst, bist du glücklich.glücklich, wie lange nicht mehr.der weg zur toilette ist nicht schwer, du freust dich, darauf, danach wieder leicht zu sein.und du bist es.
aber es verändert sich.
es verändert dich.
aus kontrolle wird kontrollverlust.
aus einmal die woche wird fünf mal am tag.
aus lebensmittel genießen wird alles, was essbar ist, in sich rein stopfen, nur, um es danach wieder auszukotzen.
aus ab und an etwas gönnen wird sein ganzes geld ausgeben, nur um es danach in der toilette schwimmen zu sehen.
aus darüber freuen, dass man 100 gramm abgenommen hat wird sich dafür zu bestrafen, wenn man nicht mehr als 1 kilo abgenommen hat.
aus angestrebter perfektion wird haarausfall, brüchige nägel, schmerzen im magen, im kopf, in den beinen. kaputte zähne. angst, dass jemand mitbekommt, wie du schon wieder über der toilette hängst.
am ende ist bulimie das, was du deinem schlimmsten feind nicht wünschst.
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eine flasche wodka, eine flasche passoa, eine flasche asti, eine dose bacardi razz mit 7up.ich will mir meine gefühle weg trinken.mein fett weg trinken.mich weg trinken.
würde am liebsten ERtrinken.
ich fahre morgen nach köln mit menschen, die mich lieben.wenn ich an sie denke, würde ich am liebsten kotzen.

in 3 tagen werde ich 18.
ich will nicht älter werden.nicht noch älter werden, denn das heißt nur, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, mein leben auf die reihe zu kriegen, obwohl ich doch eigentlich erwachsen sein sollte...