Montag, 9. Januar 2012

angst


das gefühl zum schreiben fehlt gerade. ebenso wie das gefühl zu irgendeiner emotionalen regung. 
ich habe nur zwei stunden geschlafen letzte nacht, ich habe nur zwei mal gefressen und gebrochen letzte nacht.
aber heute ist es anders. es kann ja nicht alles von einem auf den anderen tag funktionieren, es ist vorbestimmt, dass ich fallen werde, dass ich rückfälle erleide. aber ich muss wieder aufstehen, muss mich selbst bekämpfen, um zu siegen. 
es sind ca. 1000kcal täglich, die ich zu mir nehme. nicht besonders gesund, aber mehr oder weniger ausgewogen. ich kann es mir selbst nicht erklären, doch ich muss mich zu jedem bissen zwingen, muss mich selbst überreden, noch mehr kalorien zu mir zu nehmen und gleichzeitig versuchen, dem inneren drang, einen exzess aus dem essen werden zu lassen, standhalten.
es ist schwer und es macht absolut keinen spaß. 
noch dazu kommt die emotionslosigkeit, egal, was geschieht. leistungen beglücken mich nicht mehr. alles ist so unglaublich neutral. und sinnfrei.
meine noten haben sich erstaunlicherweise um einige punkte verbessert. eine reaktion darauf kann man mir nicht ansehen. vielleicht, weil ich sie selbst nicht fühle.
vielleicht wäre es angebracht, meine psychiaterin mal wieder aufzusuchen. wer weiß, vielleicht gibt es ja ein paar bunte pillen, die die farbe zurück in mein leben bringen. 
ab morgen bleibe ich drogenfrei. vorerst. ich will es, ich kann es. vor allem aber muss ich.

ich habe wahnsinnige angst, dass ich unkontrolliert zunehme, aber ich kann die kalorienzahl nicht runterschrauben, weil dann die bulimie wieder durchbricht. und gewinnt.
ich habe angst. 

3 Kommentare:

  1. ich würde keinen drogenentzug ohne aufsicht machen. bei deiner abhängigkeit ist das viel zu gefährlich!

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  2. ich verstehe dich so gut, vor allem kann ich deine angst auch nachvollziehen! Ich bin immer da, bitte vergiss das nie! Ich find es aber gut, dass du das jetzt so machen willst! Ich bin stolz auf dich, dass du es überhaupt in Betracht ziehst! Ich weiß, dass du das schaffen kannst! Ich glaube ganz fest an dich! Du hast es verdient!

    Zu den Drogen: Ich weiß ja kaum was von sowas, aber wie willst du die Entzugserscheinungen bekämpfen? Kannst du da vielleicht mit deinem Therapeuten drüber sprechen? Ich weiß ja, wie schwer dir fällt, das Thema überhaupt anzusprechen, aber denk mal drüber nach!

    Fühl dich gedrückt, ich liebe dich!
    <3

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  3. Deine Willenskraft beeindruckt mich immer wieder. Schade, dass du sie nicht noch ein wenig mehr in die positive Richtung umlenken kannst, denn dein Potential ist groß, wie du selbst weißt.

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