was soll ich ihr morgen nur sagen?
wenn ich gras geraucht habe, kann ich viel besser nachdenken. die ganze autofahrt über, habe ich mit mir selbst gesprochen, um meine gedanken zu sortieren. und irgendwie hat es geklappt. wenn auch zum negativen hin.
eine therapie hat keinen sinn bei mir.
was soll ich ihr morgen nur sagen? woran sollen wir arbeiten?
ich will nicht, dass sich was ändert.
ich könnte aufhören zu kiffen, ich könnte es, wenn ich es wollte. aber ich will es nicht. ich will nicht aufhören breit zu sein, die welt mit anderen augen und weniger sorgen zu sehen.
ich könnte aufhören zu hungern, ich könnte es, wenn ich es wollte. aber ich will es nicht. ich will nicht aufhören, an meinem ideal-ich zu arbeiten. ich will den schwindel, die kreislaufschwäche, die kalten hände, die fressattacken und stunden über'm klo nicht missen. es gefällt mir (für facebook-user auch "daumen hoch" genannt), auf der waage immer weniger zu sehen, es erfreut mich mit stolz, wenn meine hosen nicht mehr passen, die größen in den geschäften immer kleiner wird.
ich könnte aufhören mich selbst zu verletzen. ich könnte es, wenn ich es wollte. aber ich will es nicht. ich will nicht aufhören mich selbst zu hassen, zu bestrafen, für taten, die ich gar nicht beging, für ziele, die ich nicht erreicht habe, für mangelnde perfektion, mangelnden wert. ich will nicht aufhören, meine arme und beine anzusehen und narben zu sehen.
ich könnte aufhören, die welt negativ zu sehen. ich könnte, es, wenn ich es wollte. aber ich will nicht. ich will nicht damit aufhören, mir jedes mal, wenn ich auto fahre, auszumahlen, an welcher stelle mein unfall am geheimsten bleiben würde, an welcher es am schnellsten ginge und an welcher die chance am höchsten wäre.
ja. all das könnte ich.
manchmal glaube ich, dass ich eine seltene krankheit habe, die mir befiehlt, dass es mir immer schlecht gehen muss und ich mir das schlimmste wünsche, sobald ein funken hoffnung in mir aufblüht, dass das leben doch erträglich wäre. etwas, das mich so in seinen bann gezogen hat, dass ich es als einen teil von mir ansehe
vielleicht ist es mein lebensmut, der nicht genug ausgebildet ist.
was soll ich ihr also morgen nur sagen.
es gibt nichts, woran ich arbeiten möchte. ich möchte mich bloß in meinen eigenen abgrund stürzen.
Liebes, dass zu lesen, zerreißt mir mein Herz.
AntwortenLöschenIch kann dich sehr gut verstehen, aber bei Leuten, die mir wichtig sind, ist es so schlimm, dass alles zu kapieren zu wollen. Ich hab dich verdammt nochmal so sehr lieb, aber bitte versuch dir helfen zu lassen, auch wenn es noch so schwer ist, ich verstehe dich, keine Sorge, aber ich will dich nicht eines Tages auf einem Friedhof besuchen müssen, weil du dich zu Tode gehungert hast oder eine Überdosis an was auch immer genommen hast, ich liebe dich, pass bitte auf dich auf ... <3
übertrieben guter Text.
AntwortenLöschenIch wollt'n nur mal schnell überfliegen, hab aber kein einziges Wort überlesen wollen, weil der Text so fesselnd ist.
Einfach so real, so wahr! Das ändert aber nichts daran, dass es schrecklich traurig ist, was du schreibst; und es wäre, wie Isa schon geschrieben hat, schrecklich, wenn du irgendwann nicht mehr da wärst .. ♥
Ups; das muss ich noch los werden:
AntwortenLöschenWunderschöne Beine!
Ja! JA JA JA! Genauso denke ich auch!
AntwortenLöschenIch kenne das! Aber es macht mich traurig das von jemand anderen zu lesen, als von mir!!
Du hast nur das Beste aller Welt verdient!
Und deine Fotos sind WOW! Ich beneide dich, so weit bin ich noch nicht!
Ich liebe dich <3