ich bin dünn, aber nicht zu dünn.
ich halte mein gewicht auf einem punkt, der für meinen körper zwangsläufig über längeren zeitraum gesehen, schädlich ist. ich verweigere ihm nicht nur die nahrung, sondern ich provoziere ihn auch noch, indem ich alles, was ich finde in mich stopfe, bloß um es dann, leise grinsend wieder los zu werden. das flüstern von mia im ohr.
ich kann vergessen zu essen, aber ich vergesse nicht, dass ich bulimisch bin. ich vergesse es bloß so lange, bis ich über die türschwelle trete und die sicherheit meines hauses mich umschmeichelt. hier ist es egal, wie viel ich vernichte, wie oft ich breche, wie angeschwollen meine speicheldrüsen sind.
es ist bloß bulimie.
sommer 2011. 54kilo. ich will zurück zu diesem paradiesischen ort.
ich denke viel nach in letzter zeit, besonders, wenn ich breit bin. dann rasen die gedanken so schnell, dass ich sie nicht in worte fassen kann.
rückblick: meine mutter steht vor mir, tränen in den augen, schmerz im blick.
"wenn du wirklich gehen willst, kann ich daran nichts ändern. ich bin für dich da, wann immer du mich brauchst, aber wenn du nicht mit mir redest, kann ich dir nicht helfen."
jahre zuvor findet diese szene statt. es geht nicht ums essen, nicht um die bulimie und auch nicht um die magersucht. damals ging es um die depressionen, die todeswünsche und todesflüche. der stille versuch, diese welt zu verlassen.
sie hat akzeptiert, dass sie mir nicht helfen kann, solange ich nicht bereit dazu bin, solange ich sie nicht um diese hilfe bitte. sie hat mich nie losgelassen, sie hat sich nur von mir distanziert, weil ich in die falsche richtung gelaufen bin.
rückwärts statt vorwärts.
rückwärts statt vorwärts.
,,es ist bloß bulimie."
AntwortenLöschensag das nicht. ich glaube bulimie ist um einiges härter als anorexie vllt nicht unbedingt körperlich aber doch sehr viel schwerer mit dem "alltag" zu vereinen. ich war durch beidem durch und bin froh das ich die stimme von ana wieder höre...
ich hoffe das es dir sehr bald besser geht!<3
Auf dem Foto bist du so erschreckend dünn und zu wissen, dass du jetzt unter deinen Klamotten auch so aussiehst macht mir große Angst und Sorge...
AntwortenLöschenIch hoffe du findest den Weg zurück nach vorne, anstatt immer weiter ins Verderben zu laufen.
Wonach hungert und giert deine Seele? Und viel wichtiger, wie kannst du es bekommen? Und wieso bekommst du es bislang nicht? So ein lieber, liebender und liebenswerter Mensch kann doch nicht an Nahrung, Nahrungsaufnahme und Nahrungsverweigerung verhungern? Du bist nicht nur dein Körper. Du bist Sonne, Sommer, Herz. Ich empfinde dich als zart, warm, traurig, mitreißend, hinreißend, leidenschaftlich, sensibel, gebildet, clever, hilfsbereit, sanft, herzlich, willensstark, aufbrausend, ungebunden, perfektionistisch, verwundbar, gewinnend, traurig und sehnsüchtig. Du bist so vieles. Du bist nicht nur fett, dürr, laut, leise, lustig, zornig, gut oder böse. Du bist alles. Das macht dich aus, das macht dich einzigartig. Und es fällt dir schwer, das anzuerkennen, nicht wahr?
AntwortenLöschenWenn ich dein gebrochenes Herz mit nur einem heilenden Pflaster bedecken könnte, würde ich es tun.
Warum stellst du so viele Bilder von dir rein, das möchte ich dich jetzt mal fragen? Du weißt, dass du dünn bist und triggerst andere bloß mit deinen Bildern. Du magst dein Gesicht - schön -, aber musst du daher jede Perspektive deines Gesichts fotografieren und sie dann hier veröffentlichen?! Ich finde den Sinn deiner Bilder nicht. Sorry.
AntwortenLöschenich persönlich finde es ja ziemlich krass, wie unverschämt du echt bei vielen leuten kommentierst, annabellesophie. Und hättest du den Text ganz unten gelesen, dann würdest dus auch wissen. Tut mir Leid, aber ich kann so Kommentare nicht haben und erst Recht nicht bei so wundervollen Leuten, wie Julia! Es ist IHR Blog und sie kann hier veröffetlich, was sie MÖCHTE und wenn dir das nicht passt oder den anderen, dann gibt es immer noch ein rotes kreuz rechts oben.
LöschenJulia ... das Bild bringt mich zum weinen, immer und immer wieder überlege ich, was ich dir schreiben sollte, vielleicht etwas, was dich aufheitern könnte, aber ich finde einfach nichts und das tut mir wahnsinnig weh. Ich möchte dich einfach nur in den Arm nehmen und nie wieder loslassen.
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