vermutlich bin ich bloß etwas eingerostet, vom weg abgekommen und stehen geblieben, weil ich keinen ausweg finden konnte. ich habe mein ziel aus den augen verloren, vielleicht habe ich meinen blick auch mit absicht auf den boden gerichtet, um alles um mich herum auszublenden.
es gab keine andere option, als essen und brechen, bloß den weg über die toilette.
in meinem kpf ist die bulimie fest verankert. ich mache keinen sport mehr, treffe keine neuen menschen, probiere keine neuen aktivitäten aus. ich habe mich selbst isoliert, zusammen mit der bulimie. nur wir beide, hand in hand. sie ist mein lebensinhalt, meine kraftquelle, meine entschuldigung, meine abwechslung. sie hat alles ersetzt, jeden fremdkörper ausgelöscht und seinen platz eingenommen. alles dreht sich bloß darum, wann ich den nächsten fressanfall austragen kann, wie viel essen im haus ist, wer mich hören könnte, wen ich damit verärgere, verzweifeln lasse oder auch enttäusche.
aber so muss es nicht sein. ich konnte es früher, essen, planen, kalorien verbrennen. abnehmen.
ich möchte einen neuanfang wagen, vielleicht einen alternativen tagesrythmus finden. denn abnehmen, dünn werden, ist auch ohne krankheit möglich. dazu muss ich mich bloß ein wenig anstrengen.


Du bist stärker als die Krankheit, du schaffst das...
AntwortenLöschenDu packst das, weil du stark genug bist!
AntwortenLöschenIch wünsche dir mehr, als jedem anderen, dass du das schaffst! Ich liebe dich! Ich möchte dich nicht verlieren! Und erst Recht nicht an diese beschissene Krankheiten! Ich möchte nicht in ein paar Monaten vor deinem Grab stehen und genau wissen, dass ich dir nicht helfen konnte. Das ich rein gar nichts für dich tun konnte. Leni braucht dich und die anderen auch! Was hälst du denn von einem betreutem Wohnen? Dann könntest du dein Abi zu Ende machen und würdest betreut werden? Ich vermisse dich sehr!
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