ich habe wodka gekauft. zwei flaschen für vier leute.
die ersten drei gläser lassen sich trinken wie nichts, bis mir schwindelig wird, bis sich alles dreht. es sind bloß ein paar hundert meter, doch ich setze mich in mein auto, anstatt meinen fetten arsch zu bewegen und zu laufen. sie sitzen im wohnzimmer. alle zusammen. vereint. eine heile familie. nicht? die worte, die aus meinem mund sprudeln sind ungenau, ich verschlucke halbe worte, doch ich folge meiner besten freundin, als sie in ihr zimmer verschwindet. sie redet viel. ich schreie sie an. versuche ihr klar zu machen, dass die drogen sie kaputt machen, dass sie das verschissene schuljahr nicht schafft, dass sie 6 in spanisch steht, dass auch die klausur, die sie morgen nachschreiben muss, eine 6 wird, doch sie scheint es nicht zu verstehen, scheint nicht zu merken, wie kaputt die drogen sie machen, wie viel wir verloren haben, wie viel uns genommen wurde, wie wenig uns bleibt.
doch sie begreift es einfach nicht.
ich stürme in mein auto. wende, fahre los. viel zu schnell. viel zu betrunken. die party ist in vollem gange. unaussprechliche sms werden versandt.
ich schreie unkontrolliert durch's treppenhaus, durch die komplette siedlung, beachte die nachbarn an den erleuchteten fenstern nur mit einem abschätzigen blick. eine einzelne träne rinnt über meine wange.
sie weiß es.
sie weiß ganz genau, wie sehr sie mich damit verletzt, doch sie sucht die schuld nicht bei sich selbst. niemals. das war schon immer so.
zwei freundinnen rennen mir hinterher, sagen, es sei verantwortungslos, jetzt noch auto zu fahren und ich wieß, sie haben recht, doch wofür brauche ich meinen führerschein überhaupt noch, wenn ich keine freunde mehr habe, wenn mir das wichtigste auf der welt genommen wird?
ich begegne keinem einzigen polizeiwagen, wechsle trotzdem aus vorsicht drei mal mein kaugummi, trinke alle flaschen leer, die sich in meinem auto befinden und komme schließlich heil zu hause an, obwohl ich mir wünsche, es wäre nicht so gewesen.
ich stürme die treppe zu meinem zimmer hinauf, warte kurz ab, rauche eine.
dann geht es los. das massaker auf mich selbst. 3 hände voll abführmittel und ein paar schnitte. endlich wieder an meinem arm. es war nicht das gleiche, mein bein zu verstümmeln.
es überkommt mich ein gefühl der vollkommenen zufriedenheit, als ich das blut endlich fließen sehe. ich habe es nicht anders verdient.
Es tut weh, deine Bilder zu sehen :(
AntwortenLöschenAber ich kann dich auch verstehen, kann mir vorstellen wie es schmerzt.
Ich denke du weißt, dass das nicht die richtige Lösung ist und ich weiß, dass solche Sprüche nicht helfen.
Aber in deinem Post redest du doch von zwei Freundinnen und die hast du doch noch, oder?
Eigentlich kann ich dir nur Kraft und Mut wünschen, vielleicht auch mal andere Lösungen zu finden...
Alles Liebe,
Mina :)
der Post ist sehr, sehr traurig.. Floskel: Ich wünschte, ich könnte dir helfen. Geht aber nicht, kannst nur du selbst.
AntwortenLöschenEines finde ich aber nicht traurig, sondern macht mich fast rasend vor Wut: Fahr NIE WIEDER betrunken Auto. Was du mit deinem Leben machst, ist dir selbst überlassen, aber stell dir mal vor, du wärst in ein anderes Auto gefahren oder gar in einen Menschen und hättest somit eine Familie zerstört?
Tut mir Leid.
Macht mich einfach nur traurig, irgendwie..
AntwortenLöschenAls ich deine Bilder gesehen habe und den Post gelesen habe, habe ich eine Gänsehaut bekommen und mir wurde ganz komisch.
AntwortenLöschenDu gehst so scheiße mit deinem Leben und dir selbst um!! Das hast du nicht verdient. Niemand hat sowas verdient. Gönn dir doch mal was, mhm? Und setz nicht ständig dein Leben auf´s Spiel!
Versuch doch einfach mal, dir selber etwas Gutes zu tun °_°
:(
AntwortenLöschenMein Baby! Nein! Nein! Nein! Steh auf, bitte :( ich habe Angst um dich, ich will dich nicht verlieren! Du warst die 1ste, die mir damals wirklich geholfen hat und es auch immer noch tut!
AntwortenLöschenIch liebe dich :*
süße ;(((((((((((((((((((((
AntwortenLöschenDas bricht mir das Herz ;(((((((((((((((((((((