ich stehe vor meiner alten schule, rauche genüsslich eine zigarette im nichtraucherbereich. es kann mir egal sein, denn ich werde sowieso nicht an diese schule zurückkehren. dachte ich. bis jetzt.ich bin komplett durcheinander, überlege, doch weiterhin mein abitur anzustreben. ich habe bereits ein jahr verloren durch meine krankheit, habe schon ein jahr lang nicht das gegeben, was möglich war.
ich wäre zur gleichen zeit, wie meine freunde mit der schule fertig, doch ich hätte nur mein fachabi, während sie ihr abi in der tasche haben. ihnen stehen jegliche wege in deutschland offen, mir nicht.
doch es wäre der doppeljahrgang, doppelt so viele abiturienten auf die gleiche anzahl studien- und ausbildungsplätze.
wenn ich morgen nicht arbeiten muss, hab wieder einmal bereitschaft, werde ich versuchen, mit meinem ehemaligen schulleiter zu sprechen. meine mutter hat schon meine ehemalige stufenleiterin angerufen und die meinte, es wäre absolut gar kein problem mich wieder aufzunehmen, obwohl ich schon eine weile abgemeldet bin.
mal sehen. keine ahnung. kein platz zum denken in meinem kopf.
plötzlich sehe ich sie. sie sieht wundervoll aus. ihre haare sind noch immer so lang, wie früher, ihr stil hat sich kein bisschen verändert. und das ist gut so! sie kommt auf mich zu, umarmt mich herzlich. doch ich traue meinen augen nicht. sie hat abgenommen. einiges. sie sieht so wunderbar dünn aus, frei. ihre jeansjacke, ihre sonnenbrille und nie zu vergessen: schwarze chucks. es passt alles. das ist sie. diejenige, die mich versteht und zu mir hält, hier, im wahren leben.
ich bewundere ihre figur, passe auf, dass sie es nicht bemerkt. wir beide geben sätze von uns, die den anderen vor dem magerwahn warnen sollen, doch eigentlich wissen wir, dass wir trotzdem weiter abnehmen wollen. ich kann weiter abnehmen, aber sie sollte nicht noch mehr abnehmen. sie ist perfekt, ganz genau so, wie sie ist.
danke, T.
marina ist endlich wieder zu hause! nach 8 langen tagen in der klinik, hat sie mich eben wieder angeschrieben. sie ist entlassen worden. ich habe mich so unglaublich gefreut, wieder von ihr zu hören, habe so viele male an sie gedacht und für sie gehofft, dass alles besser wird. ich weiß nicht, wie ich es ohne sie aushalten soll, wenn sie wirklich eine stationäre therapie macht.
heute wenig gegessen. salta und eben noch einen apfel und zwei möhren fertig gemacht.
dazu zwei joints. deswegen auch der nächtliche snack. FRESSDRANG! gestern habe ich ihm nachgegeben und alles in mich rein gefressen, was es gab. später dann über der toilette gehangen mit der angst im nacken, meine mutter wacht auf und erwischt mich. natürlich hat es unter diesem druck nicht geklappt und ich musste die last weiterhin in meinem magen rumschleppen.
deswegen auch wieder 58,5kilo. super gemacht! wäre ja nicht so, als würdest du schon seit wochen versuchen unter die 58kilo zu kommen und endlich die untergewichtsgrenze bei 55,6kilo zu erreichen..
(: .. danke
AntwortenLöschenich liebe ja alle deine texte!
ich bin 1.65 .. und wenn ich daran denke, dass ich schonmal bei 49 war, macht mich das trotzde traurig. trotzdem: danke!