übrig bleiben zwei optionen: erwachsen werden und mit der welt klar kommen oder der tod.
es ist an der zeit sich von den fesseln zu lösen, die mich halten, zurück ziehen, die mich gewaltsam tag für tag in die vergangenheit reißen wollen.
der mensch ist ein gewohnheitstier.
alles ist gewohnheit. die essstörung ist gewohnheit, die depression ist gewohnheit, die angst ist gewohnheit.
man kann sich daran gewöhnen zu hungern, zu verschwinden, stück für stück, daran, das bett nicht mehr zu verlassen, den tag nach den drogen auszurichten und in dunkelheit umherzutreiben, ohne ein ziel vor augen ausmachen zu können.
aber irgendwann ist es genug.
man kann sich ebenso daran gewöhnen, regelmäßig eine mahlzeit zu sich zu nehmen, daran, sein bett nicht im zehn minutentakt zu verlassen, um im haus umherzuschleichen und aus den schränken alles schmackhafte zu kramen, was auffindbar ist.
eine gewohnheit, eine routine aus seinem alltag zu streichen, ist nicht einfach. es ist mit angst verbunden, mit zweifeln und sorgen. doch diese gefühle sind normal. und aushaltbar.
solange man es nur versucht!
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ich möchte heute keine aktuellen photos posten, ich möchte euch und mich an zeiten erinnern, in denen ich froh war. vielleicht nicht glücklich und auch nicht komplett gesund, vielleicht auch zu dick, vielleicht auch zu jung. ich weiß es nicht. aber ich war in der lage zu leben, anstatt orientierungslos einen sinn zu suchen.
und dort möchte ich wieder hin.
ich war einmal ein schmetterling.
es gab schon immer buntere, schillerndere, als mich,
aber ich konnte mithalten,
hatte ausdruck.
im moment bin ich wieder in meinem kokon,
gefangen unter meiner eigenen haut.











