Mittwoch, 27. Februar 2013

tell them I was happy and my heart is broken

I remember years ago, 
someone told me I should take 
caution when it comes to love, 
I did. 
(Shontelle - Impossible)

 ich habe mich verändert. aber vielleicht tun wir das auch alle, ständig, in jedem moment unseres lebens. werden ein stück weniger unseres alten selbst und ein stück mehr ich.

ich mache gerade mein abitur, habe nur noch unglaubliche 17 tage schule vor mir, vor den großen prüfungen, vor der reifeprüfung. und danach? bauchschmerzen plagen mich, aber wen schon nicht.
ich weiß nicht genau wie, aber ich überstehe die tage, lebe vielleicht auch manche. mit starken schultern neben mir, mit tiefen blicken, die doch nichts von mir wissen.
er fragt nicht. er schweigt und genießt, denn es geht um das gefühl dabei. kein wort hat seine lippen verlassen, das mich auf meine narben anspricht, auf mein essverhalten, auf meine vergangenheit. ob das gut ist oder nicht, weiß ich nicht. ich würde ihm gern so vieles anvertrauen. aber wie? die methode fehlt mir. 
ich weiß nicht, ob ich echt bin, ob ich ich selbst bin, wenn ich mit quitschender stimme neben ihm liege und alles um mich herum vergesse oder aber, wenn ich mit schwerer seele nachdenke über all das, was passieren könnte, passiert ist. 
es würde so gut passen.
es wäre gut.
die vorraussetzungen wären erfüllt.
aber sobald ich einige zeit mit jemandem verbracht habe, 'langweilt' er mich, verliert irgendwie seinen reiz. spätestens nach dem ersten gemeinsamen mal, wird er zu einem spielzeug, das für mich da ist, wenn ich es will. gegenseitigkeit ist mir fremd, empathie noch viel fremder. 
es ist komisch, so über sich selbst zu reden, so kalt, so unnerreichbar. 

während ich das schreibe, steigt mir 'dark temptation' in die nase, sein deo, sein geruch. die letzte nacht haftet an mir und zweifel kommen auf.
ich bin seine erste freundin, ich dürfte es ihm niemals antun, ihn einfach wieder fallen zu lassen. er wird 19, ich werde 20, zwei tage zuvor. wir werden unser abitur zusammen machen und wir werden auf dem abiball zusammen tanzen.



ich bin keine bulimikerin mehr. endlich nicht mehr.
dafür zwinge ich mir jetzt jeden bissen einzeln rein, betrete die waage nicht mehr, esse nur weiter, wenn mein bauch nicht schon zu weit heraus steht, wenn mein magen nicht zu gefüllt ist.







4 Kommentare:

  1. Der erste Absatz unter dem Liedzitat hat mich gerade besonders getroffen. Oft schon ging mir genau dies durch den Kopf und immer wieder hat mir mein Gedankenkarussel vorgeworfen, dass ich gar nicht weiß, was ICH bin, und dass ich gar nicht was, ob nicht das frühere Selbst ICH war und ich mich dem ICH nicht einfach nur entferne.

    Für deine Prüfungen wünsche ich dir viel, viel Erfolg. Lernen ist anstrengend und auch kräftezerhrend. Aber ich weiß, dass du es schaffen kannst.
    Wer die Bulimie besiegen kann, kann auch mit dem Stress der Schule klar kommen. Bleib stark. Ich glaube an dich.

    Liebe Grüße
    Emaschi

    Und du bist immer noch so hübsch wie früher. =)

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  2. wie schön, dass du mal wieder bloggst, ich habe mich in letzter zeit schon gefragt wie es dir wohl ergangen sein mag.
    toi toi toi fürs abi.
    und es ist toll, dass du nicht mehr erbrichst, wirklich, klopf dir dafür selbst mal auf die schulter. sicher ist jetzt noch nicht alles normal mit dem essen, aber das ist doch wirklich ein riesen fortschritt.
    und zu deinem freund und das was du so zu eurer beziehung sagst. tut mir leid, aber das ist genau das dilema einer broderlinerin, was du da beschreibst. und ich wünsche dir, dass du dich von dieser störung nach und nach distanzieren kannst und umlernst. meine letzte beste freundin hatte auch borderline, sie selbst hat mir das so nie gesagt, aber ich habe es immer vermutet und zuletzt viel recherchiert. wir sind mittlerweile nicht mehr befreundet. ich habe mich von ihr distanziert, weil sie mich mit ihrer kälte und ihren abweisungen und ihrem plötzlichen abbruch so verletzt hat.
    wenn du deinem freund nicht weh tun möchtest oder anderen menschen, die dir wichtig sind, dann könntest du doch nach dem abi das mal angehen. das geht ja auch ambulant.
    ich möchte dich nicht belehren, sondern nur ermutigen!
    ich selbst werd bald auch nochmal einiges angehen in einer klinik und ich weiß, wie schwer es ist, bestimmte verhaltensweisen loszulassen.
    alles liebe
    m. (alias lalifee- weißte noch damals ;))

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    1. p.s. ich blogge übrigens auch wieder ;)
      http://colorfulmindburst.blogspot.de/

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