gedankenfetzen
es gibt die einen - und die anderen.
die einen sind alle diese, die es schaffen, ihre fesseln zu lösen, ob es ist, weil sie früh genug kompetente hilfe bekommen haben oder aber, weil es sich 'ausgewachsen' hat, ist dabei vielleicht nicht wichtig. es sind diese, die es schaffen, ein leben zu leben.
die anderen sind jene, deren schiff niemals wieder den heimathafen erreichen wird, die gefangen sind auf hoher see, mit unrdurchdringbaren bergen von wellen, die überflutet werden, deren SOS nicht das rettende ufer erreicht. selbst bei ruhiger see ist 'kein land in sicht', sondern immer bloß 'ein mann über bord'.
sich ständig anders fühlen und im grunde nicht zu wissen, wieso. auf der flucht sein vor sich selbst und dabei die zeit aus den augen zu verlieren.
ich finde keine worte, weil ich sie alle schon verwendet habe, um zu erklären, was los ist, was nicht stimmt, was normalität ist. ich wiederhole mich durchgehend, obwohl es sich so gleich und so fremd anfühlt, so neu und so gewohnt, als würde es mir gerade erst auffallen, als wäre ich nicht schon die letzten jahre damit beschäftigt gewesen, irgendwie damit klar zu kommen.
ich komme nicht damit klar. aber das wissen sie nicht. das weiß niemand.
sich fühlen, wie neu geboren. dafür müsste man erst sterben.
der mut fehlt mir, der mut.
ich würde gerne in eine klinik gehen nach dem abi, doch dafür habe ich keine zeit. die hat mich nämlich nicht bloß überholt, sondern bereits überrundet.
ich bin verzweifelt. in meinem kopf rauscht es, gedanken, die ich nicht mehr los werde. was, wenn du einfach einen suizidversuch machst, bloß, um sofort ruhe zu bekommen, um sofort in eine klinik zu kommen, um alles zu umgehen, um endlich hilfe zu haben? ich finde einfach keinen weg.
und ich kann nicht mehr.
Ich hoffe, dass du nicht diesen Schritt gehen musst, um Hilfe zu bekommen.
AntwortenLöschenKönntest du nicht vielleicht einen Brief schreiben, in dem du sagst, dass du Hilfe brauchst?
Pass auf dich auf, ich denke an dich und bin da, wenn du reden magst.
Du sprichst mir auch mit deinen sich wiederholenden Worten aus dem tiefsten Innersten. Doch du hast noch eines, was mir fehlt. Du hast noch ein wenig Reststruktur, die nicht krankhaft ist. Bitte, behalte sie ein wenig bei.. Denn auch wenn die Zeit dich überrundet und auslacht, so wird sie vielleicht dennoch eines Tages müde zu eilen und dann ist sie wieder auf deiner Seite.
AntwortenLöschenich find es so traurig, deinen blog nach gefühlten 7346 jahren wieder zu lesen und zu sehen, dass sich rein gar nichts geändert hat..
AntwortenLöschendu sprichst mir immernoch genauso aus der seele und ich habe immernoch dieses riesengroße bedürfnis, dir irgendwie zu helfen, dich irgendwie rauszuholen :(
Wie geht es dir mittlerweile? Melde dich doch nochmal :)
AntwortenLöschenIch habe deinen Blog schon vor ein paar Jahren immer gelesen. Es macht mich traurig, zu lesen, wie schlecht es dir geht.
AntwortenLöschenBitte verlier niemals die Hoffnung an das Gute.
Lg,
Sophie
Ich denke an dich.
AntwortenLöschennach langer zeit
AntwortenLöschenlese ich dein blog wieder
und deine texte machen einen angst und sorge
aber die kunst
die leser mit deinen worten
zu fesseln
besteht wie eh und je.
ich glaube die wird auch nie verschwinden,
es scheint
eine großartige gabe
von dir zu sein.
bewahre sie gut
und pass auf dich auf,
bitte.
ich mache mir sorgen um dich
AntwortenLöschen"die anderen sind jene, deren schiff niemals wieder den heimathafen erreichen wird, die gefangen sind auf hoher see, mit unrdurchdringbaren bergen von wellen, die überflutet werden, deren SOS nicht das rettende ufer erreicht. selbst bei ruhiger see ist 'kein land in sicht', sondern immer bloß 'ein mann über bord'." - Das stimmt nicht. Punkt. Es gibt immer die Möglichkeit, aus dem Schiff zu springen und sich der See zu stellen. Egal, ob mit 2, 5 oder 20 Jahren Essstörung. Vergiss das nicht.
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