Montag, 2. Mai 2011

want to turn 'round again

heute hatte ich meinen ersten arbeitstag. super start, wenn man nur eine stunde schläft in der nacht, weil die gedanken kreisen, quälen, foltern.

das behinderte kleinkind, das ich betreue, ist toll. ich habe schweigepflicht, deswegen halte ich das hier kurz. er ist 5, fast 6, von seinen psychischen und physischen fähigkeiten allerdings auf dem stand eines zweijährigen.
er hat mein herz erfüllt, weil er mit solch einer freude und ehrlichkeit gelacht hat, mit strahlenden augen kichernde geräusche von sich gegeben hat.
es war anstrengend, es hat mich kraft gekostet. mitunter auch, weil mein frühstück aus nikotin, wasser, koffein und kaugummi bestand. richtig so.
heute morgen war ich auf 62,4kilo.
1,5kilo bis zu meinem bisherigen tiefstgewicht.

heute waren es etwa 300kcal. salat. sonst nichts.
meine hände sind blau, meine finger so kalt, dass sie taub sind, wenn ich sie bewege. aber das ist mir völlig egal. ich will es so.
und dieses mal, werde ich es endlich durchziehen.

ich frage mich, wie lange ich die schlafstörung dieses mal aushalte, bevor ich wieder in eine art medikamentensucht abrutsche.
wie lange wird es dauern, bis ich meine schwerste phase der depression wieder erreicht habe.

 
You got it wrong,
I didn't wanna hurt you.
I wanna be all the world for you.
(Lil Rain - Adore you)

ich kann mich selbst nicht ernst nehmen, denn ich will, dass es mir schlecht geht, ich will mich wieder so krank, verrückt und unnormal fühlen, wie zuvor. ich freue mich regelrecht darauf. ich schließe wetten mit mir ab, wie lange ich es aushalte, in den kindergarten zu gehen, zur schule zu gehen, meine freundschaften aufrecht zu erhalten, denn ich merke, wie meine energie förmlich aus mir herausfließt. mit jedem gramm, dass ich verliere, mit jedem negativen gedanken, der dazu kommt, schwindet ein stück mehr.
ich erzähle mir selbst, wie gut es mir täte, wenn ich wieder krank bin. die depression gaukelt es mir vor. sie nimmt mich wieder an die hand, leitet mich: ins verderben.

ich möchte einfach nicht leben. ich will mein leben nicht. und damit will ich nicht sagen, dass ich sterben will.
ich bin so krank, dass ich zurück in die krankheit will; dass ich meinen tod herbei rufe; dass ich meine zukunft mit absicht davon werfe.
selbst, wenn alle glauben, es ginge mir gut, zumindestens besser; niemand merkt und niemand soll merken, dass ich zurück in die vergangenheit renne.

nach 2 wochen mal wieder gebufft, gekifft, geraucht, gehartzt, gepafft, gejifft. wie auch immer du es gerne nennen magst.
breit. dicht. ditsch.
und wieder einmal auto gefahren!

3 Kommentare:

  1. ... ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, liebes. Es tut mir so weh zu sehen, wie du dich immer weiter kaputt machst. </3

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  2. Weißt du, wie groß meine Angst ist, dass du irgendwann einfach weg bist? Weg von dieser Welt, für immer?
    Weißt du, wie sehr ich hoffe, dass du bald wieder etwas neues von dir postest, nur damit ich weiß, damit du noch da bist?
    Weißt du, wie sehr ich mit wünsche, dass du endlich wieder richtig leben kannst? Gesund, glücklich, zufrieden mit dir selbst?

    Und weißt du, wie sehr ich dich mag?
    Ich liebe dich!
    Bitte gib dich nicht auf, dich und dein Leben. Ich glaube dir sofort, wie schwer das alles für dich sein mag, denn das ist es für mich auch. Aber du, wir, können es schaffen.
    Wir dürfen auch glücklich sein, nicht nur die anderen. Wir haben es genauso verdient, oder nicht?

    Ich denke immer an dich ♥

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  3. heey, schöner blooog! :)
    würde mich freuen, wenn wir uns gegenseitig followen würden ♥

    lauren.
    http://laurenfragile.blogspot.com/

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