machen wir uns nichts vor. niemand wird einfach so nicht mehr aufwachen, nur weil er nicht mehr leben will. und doch ist es mehr als alles, was ich will. ich will keinen sonnenaufgang mehr sehen, will keinen armen menschen in dritte welt ländern helfen, will nicht vor tausenden menschen auf der bühne stehen und mein talent zeigen.
ich will nicht mehr. aber wenn wir ehrlich sind wissen wir auch, dass trotzdem ein neuer tag anbrechen wird, dass sich die welt weiter dreht, dass tage auf nächte folgen. tage, die so unausstehlich sind, dass man sie nur aushält, indem man sich betäubt, egal womit.sei es alkohol, seien es tabletten, sei es erbrechen, seien es drogen, sei es selbstverletzendes verhalten.
nichts von dem, kann die sehnsucht, einfach aufzuhören zu leben stillen, außer, man benutzt es in der richtigen dosierung. aber wer kennt diese richtige dosierung? wer weiß, wie tief man schneiden muss, um zu verbluten? wer weiß, wie viel miligramm man sich in die vene spritzen muss, um den letzten, goldenen schuss zu erleben? wer weiß, wie viele tabletten man schlucken muss, um an seinem erbrochenen zu ersticken? wer weiß, wie viele liter man sich in den hals kippen muss, bevor die leber nicht mehr arbeitet? wer weiß, wie oft man erbrechen muss, bevor die magensäure die speiseröhre verätzt?
ich weiß es nicht. aber ich übe täglich, um die richtige dosierung ausfindig zu machen. und irgendwann, irgendwann, wird für mich kein neuer tag mehr anbrechen. diese letzte nacht, ist alles, worauf ich hinarbeite.
ich wäre sehr traurig wenn du es wahr machst :(
AntwortenLöschendas ist ganz schrecklich, was du da schreibst. die welt braucht dich, du bist so wertvoll <3 genauso wie der tag kommt, an dem du gar nicht mehr aufwachst, wird auch der kommen, an dem du den morgen mit einem lächeln begrüßt. glaub daran, ich glaub an dich!
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