ist es normal, kaum noch etwas zu fühlen, außer dem bedürfnis, allein zu sein, während pläne geschmiedet werden, in die ich sogar eingeplant bin?
ich bin nicht mehr bloß gefühlskalt, sondern bereits annähernd emotionslos, empfinde weder trauer, noch freude. bin überfordert von dem nichts, das nur manchmal von aggression durchbrochen wird. und wut.
schon beim ersten blick in den spiegel, rinnen mir tränen über's gesicht. nicht etwa, weil ich so 'hässlich' oder 'fett' bin, sondern weil alles wieder zu viel zu werden scheint. die beiden anderen attribute habe ich mittlerweile verinnerlicht, lasse keine (wahres) wort an mich ran, denke, statt zu reden oder zu handeln.
"wenn ich bei dir bin, merke ich jedes mal aufs neue, dass nachdenken in einer beziehung keinen sinn hat."
"wieso?"
"weil es perfekt ist, wenn ich bei dir bin. dann ist mir alles egal."
ich kann nicht antworten, ich kann es nicht. er gibt mir nähe, fürsorge, wärme. all das, was ich so dringend brauche. aber auch mit ihm kann ich nicht reden, kann ihm nicht vertrauen. viel mehr habe ich jedes mal aufs neue angst, wenn er spontan vorbei kommt. er würde mir nichts tun, was ich nicht will, es geht eher darum, dass ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, was ich sagen soll, ob ich lustig, unterhaltsam und einfach genug bin. niemals, niemals würde ich von mir aus sagen, dass ich ihn sehen will, niemals würde er ein gegenkompliment von mir bekommen, denn da ist dieses schwarze loch, welches alle positiven reaktionen sofort als nichtig und abwertend, als gelogen und geheuchelt abstempelt.
es ging mir nicht gut, die letzten tage und ich hatte mir vorgenommen, ihm davon zu erzählen, vielleicht eine neue sichtweise zu erkennen. stattdessen bleibt mein mund geschlossen, während sich die sätze in meinem kopf formen.
manchmal, da weiß ich nicht, was ich ausgesprochen und was ich für mich behalten habe, denn es fühlt sich beides so gleich an. manchmal, da habe ich ganze gespräche in meinem kopf, wie es laufen könnte, was ich sagen könnte.
doch dann fällt mir immer und immer wieder auf, dass es nicht real ist, sondern in meiner persönlichen wirklichkeit gefangen bleibt.
Danke für Deinen Kommentar. <3
AntwortenLöschenund ja.. was soll ich zu Deinem Post sagen. Das ist die Frage, die ich mir zurzeit oft stelle. Ich lese jeden, aber irgendwie fehlen mir die Worte. Nicht, weil ich es nicht verstehen kann.. wohl eher, WEIL ich deine Worte verstehen kann und selbst keinen Ausweg finde.
Trotzdem: Kopf hoch.. oder zumindest nicht runter ;) Du bist mir wichtig
Ich wünsche dir so sehr, dass du bald wieder Sachen spüren kannst, abgesehen von Wut. Das du dich traust offen zu reden, denn du bist ein wunderbarer Mensch, auch wenn du selbst das nicht sehen kannst.
AntwortenLöschenHabe grade noch deinen Kommentar auf Rebecca´s Blog gesehen und ich finde es super mutig von dir. Außerdem hast du so recht: Was kann man verlieren, außer die Krankheit?
Pass auf dich auf <3
Ich kann mich meiner Vorrednerin anschließen, es fällt schwer, die richtigen Worte zu finden. Deshalb schicke ich dir eine warme Umarmung. Und vergiss niemals, dass es sehr wohl Auswege aus dieser Welt gibt. Hör niemals auf, nach ihnen zu suchen.
AntwortenLöschen<3