Mittwoch, 25. April 2012

there's nothing I can really say


ich will so schnell wie möglich hier weg. weg von meiner familie, meinen bekanntschaften, meiner schule, meiner stadt.
ich streife die überschüssige last ab, eine schicht nach der anderen, enthülle mein inneres. 
es fällt nicht schwer, dem monster in mir die macht zu überlassen, das zepter in die hand zu drücken. es soll mich vernichten, von innen heraus auffressen, ausrotten, jede emotion im keim ersticken, zertrampeln. anstatt mich ihm zu widersetzen, verrücke ich hindernisse, ebne wege. ich reiche ihm die hand. ich kooperiere mit dem todesboten, denn "was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen". 
zu oft gehört, zu oft darauf vertraut. leere versprechen, gelogene liebesverkündungen. am anfang mag das alles gestimmt haben, am anfang war es gut. nicht perfekt, aber das hat auch niemand erwartet. wir waren zu fünft. die beste entscheidung des jahres 2011 entpuppt sich jetzt, fast ein jahr später, als schwindel. 



"sie hat sich verändert" "ich komm einfach nicht mehr mit der klar" "boah, die geht mir so auf'n sack" "wenn ich die sehe, werde ich aggressiv" "ich kann mich einfach nicht mehr in einem raum mit ihr aufhalten" 
"ich scheiß auf dich" "du fühlst dich so toll, dabei finden dich alle ziemlich komisch. also spiel dich nicht so auf" "halt's maul" "verpiss dich"

am ende stehen wir doch alle alleine. viele von uns vermutlich auch einsam, verlassen. im stich gelassen, belogen, betrogen. eigentlich ist es doch immer das gleiche, nur die nuancen verändert, die farben getrübt, vermischt.


ich habe die entscheidung getroffen, zu verschwinden. und vielleicht dauert es gar nicht mal so lange, bis ich tief genug bin, um irgendwo anders aufgenommen zu werden, als hier. egal wo, hauptsache nicht hier.


Learn how to fly

4 Kommentare:

  1. Die Leute, die dich verlassen oder verstoßen, müssen blind und/oder blöd sein. Du bist wundervoll und das sollte man schätzen...

    "ich will so schnell wie möglich hier weg. weg von meiner familie, meinen bekanntschaften, meiner schule, meiner stadt.(...) hauptsache nicht hier."

    Was hindert dich denn daran, ein neues Leben anzufangen? Was willst du mit einem Tod, der in die Ungewissheit führt? Du bist müde vom Leben und jedes Mittel wird dir wohl recht sein, um dem Schmerz ein Ende zu setzen, aber stell dir mal vor, der Schmerz könnte anhalten? Im selben Maß, nur woanders? ... Von 'hier aus' (dem Leben), kannst du das 'dort' (nach dem Leben) nicht kontrollieren.

    Ein anderes Leben in einer anderen Stadt, abgeschnitten von den Menschen, die du eben aktuell nicht mehr erträgst, kannst du von 'hier aus' weitgehend kontrollieren.

    Ich bin wohl nicht die einzige hier, die dir beistehen möchte. Das heißt, du bist nicht allein. Viele von uns lesen dein Leben schon seit Beginn deiner Blogger-Zeit.. dann muss uns doch etwas Viel an Dir liegen?

    <3 ausgetextet.

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  2. du bist so wundervoll. ich verstehe, was du sagen magst. zu gut, glaub mir das. ich wünsche mir so, so sehr, dass alles gut werden wird und das du erkennst, dass die keine ana oder mia brauchst ._.

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  3. ob ich deiner lieb-gemeinten worte gerecht werden kann, weiß ich nicht. verdient habe ich sie wahrscheinlich nicht. trotzdem danke ich dir!

    liebe grüße
    emaschi

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  4. ja, menschen enttäuschen einen immer und immer wieder. diese erfahrungen sind so schmerzvoll und sollten doch eigentlich nicht sein. bitte gib trzd die hoffnung niemals auf. du hast eine zukunft vor dir. es wird iwann besser werden. verlier nicht den glauben daran! darf ich fragen was du zur zeit wiegst?

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