Sonntag, 30. Januar 2011

300111

ich wünschte, mir würde jemand das herz heraus reißen, damit es aufhört zu schlagen.
es fühlt sich an, als würde ich innerlich zerrissen, obwohl es mir doch so viel besser geht, als noch vor wenigen wochen.ich bin nicht glücklich, aber es geht aufwärts mit mir, nach vorne.und genau das kann ich nicht ertragen.ich möchte doch wieder leben, aber das ist mir alles so fremd.ich brauche einen dolmetscher, jemanden, der mich an die hand nimmt und mir zeigt, wie das geht: leben.
ich habe wieder kraft, aber ich will sie nicht.ich will nicht nach vorne blicken, will nicht sein, wie jeder andere auch, will nicht untergehen in der welt der fröhlichen.und doch will ich es so sehr.
widersprüchlich.vollkommen widersprüchlich.das eine kann doch nicht mit dem anderen existieren.und beides will ich nicht.

es ging mir doch gut, als es mir schlecht ging.
ich will, dass es mir wieder schlecht geht.

aber dafür ist jetzt kein platz mehr.
gleich muss ich zurück in die klinik und eigentlich weiß ich, dass das gut so ist.
sie wollen meine medikamente absetzen.und ich weiß, dass es mir dann wieder schlechter geht.darauf freue ich mich.
meine gedanken sind so krank.

Sonntag, 23. Januar 2011

175g Bic Mac
1 Liter Cola light
100g gefüllte Zucchini mit Hackfleisch
=
519kcal

35min Gassi gehen mit dem Hund
=
-114kcal

gleich noch:
40min Auto fahren
=
-87kcal
519-114-87=318kcal

dabei bleibt es heute.
meine hände sind kalt.und blau.aber daran gewöhnt man sich.ziemlich schnell sogar.

230111

ich möchte die therapie abbrechen.es bringt doch alles nichts.gar nichts.weniger als nichts.
meine essstörung steht doch nicht im vordergrund, wieso merkt ihr das nicht?62kilo sind doch immer noch zu viel.ich habe keine körperschemastörung, ich bin wirklich noch fett.nicht so fett, wie früher einmal, aber lange noch nicht schlank, dünn, ideal, perfekt.
ich bin in der klinik umgeben von magersüchtigen, ich weiß, wie sie aussehen, was sie verkörpern, wie sie kämpfen.und ich kenne ihr gewicht, ihr derzeitiges, ihr mindest- und ihr zielgewicht.und ich kann einschätzen, wo meine grenzen liegen.ich weiß es.ich will nur schöne beine.beine, bei denen die oberschenkel nicht dicker sind, als die unterschenkel, bei denen sich nichts berührt.ich will nur einen schönen bauch.einen bauch, bei dem die hüftknochen rausstehen.ich will nur sichtbare schlüsselbeine.schlüsselbeine, die mit rausstehenden rippenbögen harmonieren.ich will nicht abmagern.ich will nur schön sein.und mich endlich mögen.glücklich sein.

ich finde meine narben schön.sie zeigen, wer ich bin.blicke machen mir nichts.emotional bin ich davon völlig losgelöst.und deswegen werden es mehr werden.immer mehr.das ist es, was ich will.

Samstag, 15. Januar 2011

 
wie eben schon erwähnnt, war ich shoppen: ein bisschen schmuck, 2 basics von h&m und dieses tolle kleid für 15€ in größe 36.ich habe mich nicht getraut, es anzuprobieren, weil ich dachte, dass ich sowieso nicht rein passe.zu hause dann die überraschung: es passt und sieht auch gar nicht so schlimm aus, wie erwartet.ich mag es jetzt schon sehr gerne.
außerdem sind dabei noch ein paar schuhe von deichmann raus gesprungen.ich dachte nicht, dass die so schöne schuhe haben.sie sind zwar braun, aber ich lasse sie trotzdem an.könnten favourites werden, eindeutig.






 
außerdem sind noch ein paar schnitte am bein hinzu gekommen und midro tee und klinge sind eingepackt, für alle fälle.habe zwar seit dem mittagessen nichts mehr gegessen, aber das reichte auch alle mal aus.
gleich geht es also dann zurück in das beschauliche essen werden, in die klinik.wünscht mir glück, davon kann ich jede menge gebrauchen...
ich liebe euch.